Bis zu 10.000 Euro Strafe

Diese Pilze dürfen nicht gesammelt werden


Aktualisiert am 25.08.2025 – 10:20 UhrLesedauer: 3 Min.

Pilze sammeln: Nicht alle Pilze dürfen geerntet werden. Einige stehen unter Artenschutz. (Quelle: Vera_Petrunina/getty-images-bilder)

Im Spätsommer und Herbst sind wieder viele Pilzsammler in den Wäldern unterwegs. Aber darf eigentlich jeder einfach Pilze suchen und sammeln?

Derzeit sind wieder zahlreiche Pilzsammler unterwegs. Dabei sollten Sie nur die Pilze mitnehmen, die Sie auch richtig bestimmen können, raten die Förstereien. Doch neben gefährlichen Doppelgängern gibt es auch weitere Dinge, auf die Sie beim Sammeln der Waldschätze achten sollten.

In geringen Mengen dürfen Privatpersonen in Wäldern Pilze suchen und sammeln. Welche Mengen das genau sind, regeln die Behörden regional unterschiedlich.

Ein oder zwei Kilo Pilze – je nachdem, wie viel Sie für eine Mahlzeit benötigen – sind meistens kein Problem. Tragen Sie jedoch körbeweise Pilze aus dem Wald und verschenken oder verkaufen diese weiter, ist die Grenze des Erlaubten überschritten. Sie riskieren dann ein Bußgeld von teilweise bis zu 10.000 Euro. „Wer nur für den privaten Gebrauch eine schmackhafte Beilage zum Sonntagsbraten sammelt und dabei ein paar einfache Regeln beachtet, braucht keine Angst zu haben“, so die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände – Die Waldeigentümer (AGDW).

Im Zweifel informiert Sie Ihre sogenannte Untere Naturschutzbehörde. Diese kann für größere Mengen auch Ausnahmegenehmigungen ausstellen. Die Untere Naturschutzbehörde erreichen Sie in der Regel über Ihre Landkreis-, Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Wenn Sie Pilze sammeln möchten, sollten Sie dies nach Möglichkeit in einem Waldstück tun, das unter öffentlicher Verwaltung steht. Vorsicht ist hingegen bei Privatwäldern geboten. Manche Waldeigentümer haben zwar nichts dagegen, wenn Sie auf ihrem Grund Pilze suchen – trotzdem sollten Sie das vorher klären, um Streit zu vermeiden.

Wälder, die eingezäunt sind, deren Betreten durch Schilder verboten ist oder in denen überwiegend junge Bäume stehen, sollten gemieden werden. Oft ist der Unterschied zwischen öffentlich und privat im Wald allerdings nicht eindeutig gekennzeichnet. In diesen Fällen können Sie sich an die Untere Naturschutzbehörde wenden. Diese teilt Ihnen mit, wo Sie Pilze suchen dürfen. Einige Kommunen und Gemeinden haben zudem Flyer oder Karten, in denen die Gebiete für das Pilzsammeln aufgelistet sind.

In jedem Fall sollten Sie sich im Wald rücksichtsvoll verhalten und die Pflanzen und Pilze pfleglich behandeln. Reißen Sie die Pilze nicht einfach heraus, sondern schneiden Sie sie ab. So bleiben die Wurzeln erhalten, die oft eine Symbiose mit Baumwurzeln eingehen und die Bäume mit Nährstoffen versorgen.

An welchen Stellen Sie Pilze sammeln dürfen, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die einzelnen Regelungen und Vorschriften hierzu finden Sie in den Waldgesetzen der jeweiligen Länder, vermerkt unter dem Begriff Betretungsrecht.

Bedenken Sie auch, dass einige Pilze – auch diejenigen, die zu den Speisepilzen gehören – unter Artenschutz stehen. Laut Bundesartenschutzverordnung (§2 Abs. 1 BArtschV) zählen hierzu:

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