Nürnberg macht den Stresstest

Was passiert, wenn der Strom weg ist?


Aktualisiert am 01.05.2026 – 20:57 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0854685515

Katastrophenschutz-Vollübung „Black Noris 2026“: Rund 1.000 Einsatzkräfte übten am Samstag ein großflächiges und langanhaltendes Blackout-Szenario. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Ein Blackout legt eine ganze Stadt lahm – was dann? Das lässt sich bei Bayerns größter Katastrophenschutzübung beobachten. Was das für Nürnberger bedeutet.

„Das hier ist keine Showveranstaltung, das ist für die Sicherheit unseres Landes“, erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vor rund 1.000 ehrenamtlichen und berufsmäßigen Einsatzkräften. Sie alle waren am Samstag zur stadtweiten Katastrophenschutz-Vollübung angetreten. Es war Bayerns größte Blackout-Übung und gleichzeitig die größte Katastrophenschutzübung der Nachkriegszeit in Nürnberg – gelaufen unter dem Titel „Black Noris 2026“. Kräfte der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und der Stadt übten das Notfallszenario eines großflächigen und langanhaltenden Stromausfalls.

Was, wenn jemand Milch für sein Baby braucht? Der Angehörige in der Wanne ausgerutscht oder die Heizung ausgefallen ist? Dann kann man sich bei einem Stromausfall an die sogenannten Leuchttürme wenden. Auch hier wurde der Stresstest gemacht: Rund 150 Schauspieler, sogenannte Mimen, waren dafür im Einsatz, die alle möglichen Szenarien mit den Kräften vor Ort durchspielten.

Über das Stadtgebiet verteilt gibt es 43 solcher Leuchttürme, an die sich die Bürger in einem solchen Ernstfall hinwenden können. Dazu zählen öffentliche Gebäude wie Feuerwehren, Polizei, Kirchen oder Rettungs- und Hilfsdienste. Dort könnten Menschen im Ernstfall Informationen bekommen, Hilfe anfordern oder medizinisch versorgt werden. Die Standorte sind mit Notstrom ausgestattet. Hier gibt es eine Liste mit allen Standorten in Nürnberg.

Wer im Ernstfall auf eine Unterbringung angewiesen ist, etwa weil die Heizung nicht mehr funktioniert, kann in einem der sechs Betreuungseinrichtungen im Stadtgebiet Zuflucht finden. Eine solche ist die Bertolt-Brecht-Schule in Langwasser, die am Samstag zur zentralen Anlaufstelle für alle wurde. Hier waren Feldbetten aufgestellt, Ärzte und sonstige Entscheidungsträger zugegen.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version