Schlafprobleme nehmen zu
Was passiert in einem Schlaflabor?
26.09.2025 – 14:42 UhrLesedauer: 3 Min.

Viele Menschen liegen nachts wach und fragen sich: Warum kann ich nicht schlafen? Wenn einfache Tipps nicht helfen, könnte ein Besuch im Schlaflabor Klarheit bringen.
Eine Untersuchung im Schlaflabor hilft dabei, die Ursachen für Schlafstörungen zu erkennen und gezielt zu behandeln. Aber wie genau läuft so eine Untersuchung ab?
Nicht jeder, der abends schlecht abschalten kann oder sich morgens müde fühlt, braucht sofort eine Untersuchung im Schlaflabor. Wer jedoch über mehr als sechs Monate hinweg regelmäßig schlecht ein- oder durchschläft, sich tagsüber kaum konzentrieren kann oder unter Schnarchen und Atemaussetzern leidet, sollte mit seiner Hausarztpraxis sprechen. Wenn die ärztliche Beratung und Untersuchung dort ohne Ergebnis bleibt, folgt meist eine Untersuchung im Schlaflabor.
Eine Überweisung durch die Hausärztin oder den Hausarzt ist in der Regel notwendig. Vorab empfiehlt es sich, über einige Wochen ein Schlafprotokoll zu führen. Dabei dokumentiert man unter anderem die Zubettgeh- und Aufstehzeiten, den Koffein- und Alkoholkonsum sowie besondere Tagesereignisse, die den Schlaf beeinflussen könnten.
Die Schlafmediziner untersuchen dort zum Beispiel, ob folgende Ursachen für die Schlafprobleme infrage kommen:
Die Untersuchung ist aufwendig und findet in einem spezialisierten Zentrum oder einer Klinik statt. Vor dem Termin im Schlaflabor erhalten Patienten genaue Informationen zur Vorbereitung. Dabei gilt meist: Ab dem Mittag sollte man auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola sowie auf Alkohol verzichten. Auch tagsüber zu schlafen ist tabu, denn das würde das Messergebnis ebenfalls verfälschen.
Die Untersuchung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über die Beschwerden, eventuelle Vorerkrankungen und den Lebensstil. Dann folgt die sogenannte Polysomnografie. Dabei werden während des Schlafs verschiedene Körperfunktionen aufgezeichnet, unter anderem:
Besonders bei Verdacht auf Schlafapnoe kann während der Untersuchung bereits ein Test mit einer Atemmaske (sogenannte CPAP-Maske) erfolgen. Diese sorgt für einen konstanten Überdruck in den Atemwegen, damit es nicht zu weiteren Aussetzern kommt.
Die Sensoren werden mit kleinen Elektroden am Körper angebracht. Das kann sich anfangs ungewohnt anfühlen, ist aber nicht schmerzhaft. Dabei achten Ärzte darauf, dass die Bewegungsfreiheit im Bett erhalten bleibt. Die Kabel werden so gebündelt, dass die normale Schlafposition eingenommen werden kann.
