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Finanzen

Was mit 10.000, 20.000 oder 50.000 Euro geht

wochentlich.deBy wochentlich.de19 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Mit überschaubarem Budget

20.000 Euro: So viel Sanierung ist drin


19.08.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Gerüst an einem Einfamilienhaus: Schrittweise sanieren und mit kleinem Budget viel sparen. (Quelle: Artush)

Dach, Fenster, Fassade oder Heizung: Wer sein Haus energetisch sanieren will, steht schnell vor einer teuren Wunschliste. Diese Maßnahmen lohnen sich auch mit kleinerem Budget.

Die eigene Immobilie ist für viele Eigentümer ein wichtiger Teil der Altersvorsorge – vor allem dann, wenn das Haus bereits abbezahlt ist. Doch auch ein schuldenfreies Eigenheim verursacht Kosten. Bleiben notwendige Modernisierungen über Jahre liegen, kann das den Wohnkomfort und den Wert der Immobilie beeinträchtigen. Gleichzeitig können hohe Energiekosten einen immer größeren Teil des Einkommens oder später der Rente beanspruchen.

Eine energetische Sanierung muss jedoch nicht zwangsläufig ein Großprojekt sein. Auch mit begrenztem Budget können Eigentümer gezielt investieren. Was sich mit 10.000, 20.000 oder 50.000 Euro umsetzen lässt, zeigen drei Beispielrechnungen für ein Haus aus den 1980er-Jahren mit rund 130 Quadratmetern Wohnfläche.

Schritt für Schritt sanieren statt alles auf einmal

Viele Eigentümer schieben geplante Sanierungen auf, weil sie hohe Kosten fürchten. Dabei muss nicht das gesamte Haus auf einmal modernisiert werden. Auch einzelne Maßnahmen können den Energieverbrauch senken, den Wohnkomfort verbessern und dazu beitragen, den Wert der Immobilie zu erhalten.

Entscheidend ist, das vorhandene Geld dort einzusetzen, wo es möglichst viel bewirkt. Darauf weist Thomas Billmann, Modernisierungsexperte bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, hin. Bevor Eigentümer konkrete Maßnahmen planen, sollten sie außerdem prüfen, welche Fördermöglichkeiten infrage kommen. Zuschüsse können den eigenen finanziellen Spielraum vergrößern – und damit beeinflussen, welche Sanierung sich mit dem vorhandenen Budget umsetzen lässt.

Erst Förderung prüfen, dann das Budget festlegen

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, unterstützt unter anderem Maßnahmen an der Gebäudehülle und den Austausch der Heizung. Zur Gebäudehülle gehören beispielsweise Dach, Fassade und Fenster – also Bauteile, über die Wärme aus dem Haus entweichen kann.

Für Maßnahmen an der Gebäudehülle beträgt der Grundfördersatz 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Für den Heizungstausch gelten seit dem 21. Juli 2026 angepasste Förderrichtlinien. Hier beträgt der Grundfördersatz 30 Prozent. Abhängig von der Maßnahme und der persönlichen Situation können weitere Boni oder Förderbausteine hinzukommen.

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Eine Alternative zur Förderung kann die steuerliche Entlastung sein. Nach Paragraf 35c Einkommensteuergesetz können Sanierer 20 Prozent der Sanierungskosten, höchstens 40.000 Euro, über drei Jahre steuerlich absetzen.

„Fördermittel sind kein Bonus, den man am Ende noch mitnimmt. Sie entscheiden oft darüber, ob Eigentümer nur reparieren oder ihr Gebäude energetisch zukunftsfähig machen können“, sagt Billmann. Eine professionelle Energieberatung kann dabei helfen, die einzelnen Maßnahmen sinnvoll zu priorisieren und passende Fördermöglichkeiten zu finden.

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