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Gesundheit

Was mache ich, wenn ich nicht sprechen kann?

wochentlich.deBy wochentlich.de5 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Was mache ich, wenn ich nicht sprechen kann?
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Im Ernstfall

Notruf absetzen: Was mache ich, wenn ich nicht sprechen kann?


Aktualisiert am 05.01.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Einsatzwagen: Der Notruf 112 gilt europaweit. (Quelle: jjoerns/getty-images-bilder)

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Ein Verkehrsunfall, ein Herzinfarkt oder ein Brand: Der Notruf muss verständigt werden. Aber die wenigsten wissen, was sie dem Rettungsdienst unbedingt sagen müssen. Und was, wenn man nicht (mehr) sprechen kann?

Bei einem Notfall zählt jede Sekunde. Über die Notrufnummer 112 erreichen Sie den Rettungsdienst und die Feuerwehr. Die Polizei ist über die Notrufnummer 110 zu erreichen.

Sobald Sie mit der Rettungsleitstelle verbunden sind, geben Sie den Notruf ab. Das geschulte Personal am anderen Ende der Leitung wird Ihnen die wichtigsten Fragen stellen. Ganz zentral dabei ist die sogenannte 5-W-Regel:

1. Wo wird Hilfe gebraucht?

Machen Sie eine möglichst genaue Angabe, wo der Notfall passiert ist. Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer, Stockwerk und weitere Angaben helfen den Einsatzkräften, schneller dorthin zu finden.

Beschreiben Sie kurz und prägnant, was passiert ist, zum Beispiel ob es einen Unfall gab.

3. Wie viele Verletzte gibt es und welche Verletzungen liegen vor?

Geben Sie an, wie viele Verletzte es gibt. Sollte es vermisste Personen geben, geben Sie auch diese Anzahl an. Versuchen Sie außerdem, die Art der Verletzungen beziehungsweise Krankheiten zu beschreiben.

4. Wer meldet den Notfall?

Nennen Sie Ihren Namen sowie eine Telefonnummer, unter der Sie die Leitstelle bei Rückfragen erreichen kann.

Warten Sie auf Rückfragen. Die Mitarbeiter in der Notrufzentrale benötigen womöglich weitere Informationen. Bleiben Sie unbedingt so lange am Telefon, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.

Sie können über wiederholte Klopfsignale oder beliebige Geräusche zeigen, dass Sie in der Leitung sind. Dann wird ebenfalls ein Rettungsdienst losgeschickt. Die Feuerwehr kann zumindest den ungefähren Standort per Ortungsdienst ermitteln.

Auf die exakte Position, etwa die Wohnung, kann der Rettungsdienst aus Datenschutzgründen allerdings nicht zugreifen. Für diese Lücke gibt es aber eine Lösung: Smartphones von Apple mit dem Betriebssystem iOS 11 und neuer starten einen Notruf, wenn man fünfmal den Einschaltknopf drückt. Dann wird eine voreingestellte Notrufnummer gewählt. Auf Wunsch warnt ein Ton vor dem Aufbau der Verbindung.

Beim Android-Handy kann in dem Entsperr-Menü der Notruf gewählt werden, ohne dass das Handy entsperrt werden muss. Das klappt auch ohne Prepaid-Guthaben.

Notruf-Apps lösen nicht nur einen rettenden Anruf aus, sie übermitteln dabei auch die genaue Position des Anrufers per GPS. Es gibt verschiedene Gratis- und Kauf-Apps im Google App Store und bei Apple, die unter dem Stichwort „Notruf“ zu finden sind. Empfohlen wird vor allem die offizielle Notruf-App der Bundesländer „nora“. Mit ihr erreichen Sie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall schnell und einfach.

Für gehörlose, schwerhörige oder sprachbehinderte Personen sind neben der Notruf-App auch die Notruf-SMS und das sogenannte Gehörlosenfax eine hilfreiche Lösung.

Einige Rettungsleitstellen sind in der Lage, eine Notruf-SMS entgegenzunehmen. Manche Leitstellen können sogar WhatsApp-Nachrichten empfangen – etwa Düsseldorf und Brandenburg. Ein Grund, warum das eher vereinzelt so gehandhabt wird, ist, dass es für SMS und andere Kurznachrichten keine gesetzliche Grundlage gibt. Das Telekommunikationsgesetz (TKG) sieht diese Form des Notrufs bislang nicht vor.

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