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Finanzen

Was Gen Z und Millennials kritisieren

wochentlich.deBy wochentlich.de29 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Generationen im Überblick

Wer sind überhaupt die Babyboomer?


Aktualisiert am 29.10.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 4 Min.

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Tochter gibt ihrem Vater Tipps für sein iPhone: Die Babyboomer müssen sich bei digitalen Themen oft von ihren Kindern belehren lassen. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

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Die Babyboomer gehen jetzt auf die Rente zu, was Diskussionen über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats anheizt. Doch wer sind diese Boomer?

Boomer sind leicht zu erkennen. Sie tippen mit einem Finger auf dem Handy. Sie verharren ewig im Status „schreibt“ und schicken dann doch nur einen Satz. Sie benutzen Emojis falsch, zum Beispiel wissen sie nicht, dass das weinende Gesicht ausschließlich ironisch verwendet werden sollte. Sie drucken E-Tickets aus, um für ein eventuelles Versagen ihres Akkus gerüstet zu sein.

Boomer heißen Sabine und Susanne, Thomas und Michael. Sie verwenden Wendungen wie „Gib die Flosse, Genosse“ und antworten auf „Mach’s gut“ mit „Mach’s besser“. Sie schrecken nicht davor zurück, bei Familienfeiern die 18-jährige Großnichte nach ihrem „Liebesleben“ zu fragen. Und das sind noch die harmlosen Punkte. Die wirklich ärgerlichen kommen, wenn sie ihre Meinung zum Gendern, Veganismus oder Klimawandel kundtun.

Im Video | Geld im Alter reicht nicht aus: „Wir gehen beide noch arbeiten“

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1964 war der stärkste Jahrgang in Deutschland

So weit die Sicht vieler Spätgeborener. Es ist auch immer häufiger von den Boomern die Rede, denn der geburtenstärkste Jahrgang der Bundesrepublik – der von 1964 – geht auf die Rente zu. Das bedeutet: Die Boomer fehlen in den Unternehmen, in den Schulen, Verwaltungen und auf den Baustellen. Und sie beziehen die Renten und Pensionen, die die jüngeren Generationen finanzieren müssen. Noch dazu bilden sie in Deutschland mittlerweile die größte Wählergruppe.

In Deutschland gelten die Jahrgänge 1955 bis 1969 als die Babyboomer-Generation. Die geburtenstärksten Jahrgänge waren diejenigen zwischen 1962 und 1967, damals kamen jedes Jahr mehr als 1,3 Millionen Kinder zur Welt. Zum Vergleich: In den 2010er-Jahren kratzte die Geburtenzahl an der Marke von 800.000. In anderen Ländern der Welt, vor allem in den USA, werden generell stark vom Durchschnitt abweichende Geburtsjahrgänge als Boomer-Jahrgänge bezeichnet: In den Vereinigten Staaten zum Beispiel sind auch schon die 1946 Geborenen die Boomer.

„Ok Boomer“: Millennials und Gen Z üben Kritik

Die „Gen Z“ allerdings, die Generation der um das Jahr 2000 Geborenen, nimmt es mit der Zuordnung nicht so genau. Für sie sind häufig gefühlt alle über 40 irgendwie Boomer. Und das ist nicht als Kompliment gemeint. Mit „Ok Boomer“ drücken die Jungen für gewöhnlich ihren Frust über als borniert wahrgenommene Haltungen aus.

Als die neuseeländische Parlamentsabgeordnete Chloe Swarbrick (1994 geboren) von den Grünen den Zwischenruf eines rechtskonservativen Kritikers mit einem knappen „Ok Boomer“ parierte, löste das in ihrer Alterskategorie weltweit Begeisterung aus.

Die Kritik an den Boomern zielt im Kern darauf ab, dass diese ein Leben lang hemmungslos konsumiert und damit den Planeten an die Wand gefahren hätten. Anstatt dies jetzt wenigstens demütig einzusehen, redeten sie ihre Verantwortung klein, jetteten weiter um die Welt, drängten mit ihren SUVs Fahrradfahrer zur Seite und blockierten viel zu große Altbauwohnungen für junge Familien.

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