Grundsätzlich gilt: Alle möglichen Renditen hängen außerdem von den Kosten ab – die sich von Geldanlage zu Geldanlage stark unterscheiden.
Ist eine Rendite dasselbe wie ein Zins?
Nein – jedenfalls nicht notwendigerweise. So ist der Zinsertrag zwar immer auch eine Rendite, jedoch gibt es auch Renditen, die nicht auf Zinsen zurückgehen, zum Beispiel Dividendenrenditen (siehe oben).
Einen Zins erhalten Sie beispielsweise, wenn Sie Geld mithilfe eines Tages- oder Festgeldkontos anlegen – oder wenn Sie dem Staat oder einem Unternehmen Geld in Form einer sogenannten Anleihe leihen (siehe oben).
Die Rendite ist dann der Betrag, den Sie tatsächlich aus einer Anlage erhalten, also letztlich die tatsächliche Verzinsung eines Investments. Denn Ihr Ertrag hängt nicht nur von dem Zinssatz ab, sondern von weiteren Faktoren wie der Kursentwicklung (bei Anleihen, Aktien oder Fonds) oder Kosten.
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Die Rendite, die Sie letztlich erhalten, hängt zudem von den Steuern ab, die Sie auf eine Kapitalanlage oder vielmehr den Ertrag aus dieser zahlen müssen: Es wird die sogenannte Kapitalertragsteuer fällig, auch Abgeltungssteuer genannt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Wie kann ich die Rendite berechnen?
Die Bruttorendite einer Kapitalanlage berechnet sich aus dem eingesetzten Geld und dem Gesamtbetrag eines Investments.
Die grundsätzliche Formel lautet folgendermaßen:
[(Gesamtbetrag am Ende des Investments / eingesetztes Kapital) – 1] x 100 = Bruttorendite in Prozent.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Sie haben 8.000 Euro angelegt. Nach einem Jahr haben Sie 8.590 Euro bekommen. Ihre Bruttorendite beträgt also [(8.590 Euro / 8.000 Euro) – 1] x 100 = 7,375 Prozent p.a.
Für die einzelnen Anlageformen gibt es verschiedene Formeln zur Renditenberechnung. Um eine Rendite zu berechnen, nutzen Sie deshalb am besten einen Renditerechner im Internet.
Die Nettorendite berechnet sich ähnlich wie die Bruttorendite, nur dass hier die Kosten abgezogen werden müssen. Die Standardformel lautet also folgendermaßen:
[(Gesamtbetrag – Kosten / eingesetztes Kapital) – 1] x 100 = Nettorendite in Prozent
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Sie haben 8.000 Euro angelegt. Nach einem Jahr haben Sie 8.390 Euro bekommen, angenommene Kosten von 200 Euro sind bereits abgezogen. Ihre Nettorendite beträgt also [(8.590 Euro – 200 Euro / 8.000 Euro) – 1] x 100 = 4,875 Prozent p.a.