Reinfektionen häufig

RSV-Infektion – warum man immer wieder erkranken kann


25.09.2025 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.

In der kalten Jahreszeit nehmen RSV-Infektionen zu. (Quelle: Ridofranz/getty-images-bilder)

Die meisten Menschen machen im Laufe ihres Lebens mehrmals eine Infektion mit dem RS-Virus durch. Warum ist das so und wie lässt sich vorbeugen?

Atemwegsinfekte durch das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus, RSV) häufen sich vor allem im Herbst und Winter. Die Erkrankungssaison reicht von Oktober bis März, meist mit einem Gipfel in den Monaten Januar und Februar.

Besonders oft erkranken Säuglinge und Kleinkinder an einer RSV-Infektion. Häufig so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Grundsätzlich kann es jedoch Menschen jedes Alters treffen, auch Erwachsene – sie erleben in der Regel aber nur einen milden Verlauf. Bei Älteren oder chronisch kranken Menschen kommen ernsthafte Verläufe hingegen häufiger vor.

Nach einem durchgemachten Infekt mit RS-Viren stellt sich keine lang anhaltende Immunität ein. Daher ist es möglich, im Laufe des Lebens mehr als einmal daran zu erkranken – womöglich sogar mehrmals in einer Saison. Erneute RSV-Infektionen (Reinfektionen) verlaufen in der Regel jedoch weniger schwer.

Eine Infektion mit RS-Viren löst im Körper eine Immunreaktion aus. Die gebildeten Antikörper bewirken jedoch nur eine kurzfristige Immunität: Der Schutz lässt meist nach drei bis zwölf Monaten wieder nach. Zudem gibt es mehrere RSV-Stämme, die sich von den Eiweißen auf ihrer Oberfläche her unterscheiden. Antikörper gegen einen RSV-Stamm schützen daher nicht immer gleichermaßen gut gegen einen anderen. Darum ist es möglich, mehrmals an RSV zu erkranken, auch innerhalb kurzer Zeit.

Wer einmal eine RSV-Infektion durchlebt hat, erkrankt beim nächsten Mal in der Regel nicht mehr so schwer: Beim ersten Infekt betrifft die Erkrankung häufig die unteren Atemwege und ruft eine akute Bronchitis hervor, die sich zu einer Lungenentzündung auswachsen kann. Mit jedem weiteren Infekt sind die unteren Atemwege jedoch immer seltener betroffen.

Wer sich und andere vor einer Ansteckung mit dem RS-Virus schützen will, sollte allgemeine Hygieneregeln beherzigen. Das Risiko für eine Infektion sinkt, wenn Betroffene

Für bestimmte Risikogruppen ist zudem eine RSV-Impfung zu empfehlen. Das gilt etwa für ältere Menschen ab 60 Jahren, wenn diese eine schwere Grunderkrankung haben oder in einer Pflegeeinrichtung leben, sowie allgemein für Menschen ab 75 Jahren. (Mehr zur RSV-Impfung lesen Sie hier.)

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