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Warum feiern wir ab dem 11.11. um 11:11 Uhr?

wochentlich.deBy wochentlich.de11 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Warum feiern wir ab dem 11.11. um 11:11 Uhr?
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Helau und Alaaf

Warum feiern wir Karneval ab dem 11. November?


Aktualisiert am 11.11.2025 – 10:04 UhrLesedauer: 2 Min.

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Fasching, Karneval, Fastnacht: Wo die fünfte Jahreszeit in Deutschland eigentlich herkommt und was es mit den Ausrufen auf sich hat, erfahren Sie im Video. (Quelle: t-online)

Die Zeit zwischen dem 11. November und Aschermittwoch am 18. Februar gehört vielerorts dem Karneval. Doch warum feiern wir Fasching? Und wieso beginnt er am 11.11. um 11.11 Uhr?

Im Karneval jagt eine Feier die nächste. Auf Umzügen herrscht Ausgelassenheit und Festtagsstimmung. Kaum jemand fragt da, warum eigentlich gefeiert wird.

Aber manchmal kommt die Frage auf: Warum beginnt der Fasching genau am 11.11. um 11.11 Uhr? Im Mittelalter stand die Zahl Elf für Jux und Narretei. Es ist eine Schnapszahl, eine Narrenzahl, wie man damals gesagt hätte.

Im christlichen Glauben wird die Zahl 11 auch mit Sünde und Profanität verbunden: Sie steht zwischen den Zahlen Zehn und Zwölf, die große biblische Bedeutung haben. Elf – einer mehr als die zehn Finger und einer weniger als die zwölf Apostel. Nichts Halbes und nichts Ganzes.

Gefestigt hat sich die Zahl, seitdem sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts der sogenannte „Elfer-Rat“ etablierte, der bis heute die Organisationskomitees in den verschiedenen Karnevalsvereinen bildet. Zudem beginnen Sitzungen nicht zur vollen Stunde, sondern elf Minuten später.

Woher der Karneval genau kommt, ist nicht zur Gänze geklärt. Bereits im antiken Rom gab es Festlichkeiten, zu denen ausgelassen gefeiert und Rollen von oberen und unteren Gesellschaftsschichten vorübergehend getauscht wurden. Es fanden sogar bunte Festumzüge statt. Zu diesen zählen beispielsweise die sogenannten Saturnalien oder Lupercalien zu Ehren der Götter Saturn und Faunus.

Dass hier die Wurzeln des heutigen Karnevals liegen, bezweifelt die Forschung jedoch ebenso wie den verbreiteten Glauben, dass die Ursprünge in germanischen oder keltischen Frühlingsfesten liegen. In vorchristlicher Zeit veranstalteten die Menschen zum Ende des Winters in Verkleidung als Geister und Dämonen ein großes Spektakel. Dieses vertrieb die bösen Geister und sollte die Frühlingsgeister mithilfe von Schellen und Trommeln wecken.

Sehr viel wahrscheinlicher ist ein christlicher Ursprung: Der Karneval, auch Fastnacht genannt, leitete demnach die lange Fastenzeit ein, die von Aschermittwoch bis Ostern andauerte. Deshalb finden davor noch ausgiebige Feiern statt, die von viel Trank und Speis begleitet werden: Das Essen fällt entsprechend sehr üppig und vor allem fettig aus.

Zur Feier an Karneval darf man sich also noch einmal richtig austoben. In dieser Hinsicht sind auch die sehr fetthaltigen, typischen Speisen wie Krapfen und anderes Schmalzgebäck einzuordnen. Auch die mögliche Herleitung des „Karnevals“ aus dem Lateinischen „carne vale“ passt in diese Interpretation: „Fleisch, lebe wohl“.

Für Karnevalsunerfahrene ist es meist überraschend, dass am 11.11. für einen Tag die Hölle losbricht, und die Narren sich dann erst mal wieder so verhalten, als wäre nichts gewesen. Erst im neuen Jahr beginnt die Session – die Karnevalisten sagen Session, nicht Saison – mit dem Sitzungskarneval so richtig.

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