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Warum ein guter Klubtrainer noch kein guter Bundestrainer ist

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Warum ein guter Klubtrainer noch kein guter Bundestrainer ist
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Nagelsmann und Flick

Warum ein guter Klubtrainer noch kein guter Bundestrainer ist


04.07.2026 – 20:37 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Julian Nagelsmann (l.) und Hansi Flick: Unter beiden Bundestrainern blieb die DFB-Elf hinter den Erwartungen zurück. (Quelle: Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de/imago)

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Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer zurückgetreten. Wie schon bei seinem Vorgänger Hansi Flick endet damit eine Amtszeit beim DFB vorzeitig. Woran liegt das?

Der DFB muss sich einen neuen Bundestrainer suchen. Julian Nagelsmann hat offiziell sein Amt niedergelegt.

Nagelsmann ist damit nach Hansi Flick der zweite Bundestrainer nacheinander, der als Vereinstrainer bei verschiedenen Vereinen erfolgreich arbeitete, jedoch auf dem wichtigsten Posten in Fußball-Deutschland scheiterte.

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Flick war der erste Bundestrainer in der DFB-Geschichte, der entlassen wurde. Er hielt sich nur zwei Jahre und 25 Spiele im Amt. Im Herbst 2023 musste er gehen. Sein Nachfolger hielt sich ebenfalls nicht bis zum Vertragsende. Julian Nagelsmann trat nach nicht einmal drei Jahren zurück – trotz Vertrags bis 2028.

Flick war beim FC Bayern für die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte mit sechs Titeln verantwortlich, führte nach seiner DFB-Zeit den FC Barcelona zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg und lässt überdies attraktiven Fußball spielen. Nagelsmann galt lange als größtes Trainertalent in Deutschland, führte die TSG Hoffenheim in die Champions League und RB Leipzig ins Halbfinale der Königsklasse. Auch den FC Bayern, wo er kurz vor Ablauf seiner zweiten Saison auf umstrittene Weise entlassen wurde, führte er zu einem Meistertitel.

Warum taten sich Flick und Nagelsmann beim DFB schwer?

Die Trainingsarbeit mit den Spielern, die eigentliche Kernkompetenz von Flick und Nagelsmann, macht als Bundestrainer gezwungenermaßen einen deutlich geringeren Anteil aus als auf Vereinsebene.

Flick etwa gilt als Spielerversteher, der es schafft, eine Einheit und ein Wir-Gefühl zu formen. Er überträgt den Profis viel Eigenverantwortung, legt aber gleichzeitig großen Wert auf Disziplin. Im Klub hat er über einen längeren Zeitraum eine feste Gruppe von rund 25 Spielern um sich, die er formen kann, wo sich ein Teamgefüge bilden kann. Bei der Nationalelf stellt sich die Gruppe bei jeder Länderspielperiode immer wieder mit mehr oder weniger großen Änderungen und unterschiedlichen Charakteren zusammen.

Von Nagelsmann ist bekannt, dass er sehr detailverliebt und akribisch vorgeht, was die taktischen Abläufe in seinem Team betrifft. Mit teils komplexen Übungsformen forderte er die Spieler auf seinen Stationen. Manchmal waren diese auch überfordert. Davon wusste einst auch der ein oder andere von Nagelsmanns Ex-Spielern zu berichten.

Flicks Graugans-Video mit Symbolcharakter

So äußerte der serbische Nationalspieler und frühere RB-Leipzig-Profi Lazar Samardžić: „Unter Julian Nagelsmann zu trainieren, war Wahnsinn – vor allem auf taktischer Ebene und in Sachen Handlungsschnelligkeit. Da ging es nicht nur darum, wie gut du am Ball bist, sondern vor allem im Kopf, wie schnell du da bist und wie vorausschauend du spielst. Darauf hat er besonderen Wert gelegt.“

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