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Finanzen

Warum die Rallye noch lange nicht vorbei ist

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Warum die Rallye noch lange nicht vorbei ist
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Für 2028 erwarten Analysten Investitionen von rund 930 Milliarden US-Dollar. „Diese Investitionen ziehen über die Zulieferkette den gesamten Markt nach oben“, sagt Urban.

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Serverschrank in einem Rechenzentrum: Milliarden-Investitionen in KI-Rechenzentren halten die Tech-Rallye am Laufen. (Quelle: Sebastian Gollnow)

Konsum, ETF-Sparpläne und Aktienrückkäufe sichern Stabilität

Nach Einschätzung von Urban ist diese Entwicklung auch politisch gewollt. US-Präsident Donald Trump betrachte die Entwicklung der amerikanischen Börsen als wichtigen Erfolgsmaßstab seiner Präsidentschaft. Vor den Zwischenwahlen im November werde er deshalb alles daransetzen, einen größeren Kurseinbruch zu verhindern.

Unterstützung komme zudem von der US-Notenbank Fed. Zwar habe sie die Inflation weiterhin im Blick. Höhere Zinsen würden jedoch zugleich die ohnehin hohe Zinslast des US-Bundeshaushalts weiter erhöhen, so Urban.

Zusätzlich stabilisiert der private Konsum die US-Wirtschaft. Amerikanische Verbraucher geben nach wie vor rund 93 Prozent ihres verfügbaren Einkommens direkt wieder aus und halten damit die Konjunktur in Gang.

Hinzu kommen mehrere langfristige Faktoren. ETFs (börsengehandelte Indexfonds), Pensionskassen und Sparpläne investieren unabhängig von der aktuellen Nachrichtenlage jeden Monat Milliardenbeträge in den Aktienmarkt. Gleichzeitig kaufen viele US-Unternehmen eigene Aktien zurück. Dadurch sinkt die Zahl der frei handelbaren Aktien, was die Kurse zusätzlich stützen kann.

Nach Einschätzung von Urban wäre für einen nachhaltigen Börseneinbruch eine breite Welle von Verkäufen notwendig. Eine solche Entwicklung sei derzeit jedoch nicht erkennbar.

Nvidia-CEO Jensen Huang spricht während eines Presseempfangs zum Thema „Japans KI-Ökosystem“ in TokioVergrößern des Bildes
Nvidia-CEO Jensen Huang auf einer Konferenz in Tokio: In Japan wird Huang sowohl von der Regierung als auch von der breiten Öffentlichkeit wie ein Tech-Superstar gefeiert. (Quelle: Manami Yamada)

Hohe Erwartungen bleiben das größte Risiko

Trotz der positiven Entwicklung gibt es Risiken. Börsen funktionieren nur, wenn ausreichend Liquidität vorhanden ist – also genügend Kapital für den Handel zur Verfügung steht. Urban weist darauf hin, dass Technologie-Schwergewichte wie SpaceX, Meta oder Alphabet für ihre milliardenschweren KI-Investitionen immer wieder frisches Kapital benötigen, das sie sich über die Börse beschaffen.

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