Neue Forschung bestätigt

Wer zu viel oder zu wenig schläft, riskiert Augenschäden


24.11.2025 – 07:59 UhrLesedauer: 1 Min.

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Grüner Star: Die chronische Augenerkrankung betrifft über zwei Millionen Menschen in Deutschland. (Quelle: seb_ra/getty-images-bilder)

Wer häufig unter Schlafproblemen leidet, riskiert nicht nur Müdigkeit, sondern möglicherweise auch sein Augenlicht. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung.

Grüner Star, medizinisch Glaukom, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen. Die Erkrankung verläuft schleichend, anfangs meist unbemerkt. Ein neuer Risikofaktor rückt jetzt in den Fokus: der Schlaf.

Eine US-amerikanische Studie mit 6.700 Probanden zeigt: Menschen, die weniger als drei oder mehr als zehn Stunden pro Nacht schlafen, haben ein dreifach höheres Risiko für Schäden am Sehnerv. Besonders gefährdet sind auch jene, die tagsüber häufig müde sind. Dagegen schnitten Teilnehmer mit sieben Stunden Schlaf am besten ab.

Die Forscher erfassten, wie lange die Teilnehmer schliefen, ob sie Probleme beim Ein- oder Durchschlafen hatten, Schlafmittel einnahmen oder tagsüber müde waren.

Wie genau Schlafstörungen und Glaukom zusammenhängen, ist noch unklar. Vermutlich wirken mehrere Mechanismen zusammen: So könnten ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, nächtliche Druckschwankungen im Auge oder eine schlechtere Durchblutung des Sehnervs eine Rolle spielen.

Hinzu kommt: Viele Menschen mit Glaukom leiden unter Stress, Angst vor dem Sehverlust und Zukunftssorgen – das verschlechtert den Schlaf zusätzlich. Studien zeigen, dass Betroffene empfindlicher auf Stress reagieren als Gesunde. Die Krankheit und die Schlafprobleme können sich also gegenseitig verstärken.

Experten empfehlen deshalb ergänzende Maßnahmen wie Entspannungstechniken, autogenes Training oder Musiktherapie. Wichtig bleibt auch die augenärztliche Kontrolle: Ab dem 40. Lebensjahr sollten die Sehnerven regelmäßig untersucht werden, ab 60 am besten jährlich.

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