Himmelsphänomen über Deutschland

Dann ist die partielle Mondfinsternis zu sehen


Aktualisiert am 24.08.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 4 Min.

Mondfinsternis in Baden-Württemberg

Mondfinsternis: Wer das Himmelsphänomen sehen will, muss früh aufstehen. (Archivbild) (Quelle: Thomas Warnack/dpa/dpa-bilder)

Am Freitagmorgen zieht der Mond durch den Erdschatten. Die Folge: eine partielle Mondfinsternis über Deutschland. Hier die Details.

Nach der partiellen Sonnenfinsternis ist vor der partiellen Mondfinsternis: Am Morgen des 28. August tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Frühaufsteher können das Ereignis, bei dem der Mond zu mehr als 90 Prozent über Deutschland verdeckt sein wird, am Nachthimmel beobachten.

Hier sind alle Details zum kommenden Himmelsereignis.

Was passiert bei einer Mondfinsternis?

Zu einer Mondfinsternis kommt es, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu auf einer Linie stehen. Anders als bei einer Sonnenfinsternis befindet sich nicht der Mond zwischen der Erde und Sonne, sondern die Erde zwischen der Sonne und dem Mond.

Der Mond befindet sich bei einer Mondfinsternis in der Vollmondphase. Normalerweise zieht er oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Am 28. August trifft der Schatten der Erde jedoch genau auf den Mond.

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond. (Quelle: ha)

Dabei durchquert der Mond zunächst den schwächeren Halbschatten der Erde. Diese Phase ist mit bloßem Auge allerdings kaum wahrzunehmen. Später tritt der Mond in den dunkleren Kernschatten ein. Dann beginnt die eigentliche partielle Mondfinsternis. Die Folge: Ein immer größerer Teil der Mondscheibe verschwindet im Schatten der Erde.

Wann die Mondfinsternis im August beginnt

In Deutschland tritt der Mond am 28. August um 3.23 Uhr in den Halbschatten der Erde ein. Richtig interessant wird das Ereignis der Mondfinsternis ab 4.34 Uhr. Dann tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein und die partielle Mondfinsternis beginnt.

Von diesem Zeitpunkt an ist mit bloßem Auge deutlich zu erkennen, wie sich der dunkle Schatten über die Mondscheibe schiebt.

Das Maximum der partiellen Mondfinsternis wird gegen 6.13 Uhr erreicht. Dann ist fast die gesamte Mondfläche vom Kernschatten der Erde bedeckt.

Viel Zeit bleibt Beobachtern in Deutschland dann allerdings nicht mehr. Der Mond steht zu diesem Zeitpunkt bereits sehr tief am westlichen Himmel und geht je nach Standort kurz danach unter.

Partielle Mondfinsternis: Wann sie in Deutschland zu sehen ist

Grundsätzlich kann die partielle Mondfinsternis am Morgen des 28. August von ganz Deutschland aus beobachtet werden. Die Zeiten des eigentlichen Finsternisverlaufs sind dabei nahezu überall gleich. Unterschiede gibt es vor allem beim Monduntergang.

In Berlin beginnt die partielle Phase um 4.34 Uhr. Um 6.12 Uhr erreicht die Finsternis ihr Maximum. Der Mond steht dann nur noch knapp über dem westlichen Horizont und geht wenige Minuten später unter.

Auch in Hamburg beginnt die partielle Phase um 4.33 Uhr. Dort verschwindet der Mond gegen 6.30 Uhr unter dem Horizont.

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