Nach dem Tod von Hayden Panettiere

Erst in mehreren Wochen gibt es Gewissheit


20.08.2026 – 21:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Hayden Panettiere: Woran die Schauspielerin starb, dürfte es in mehreren Wochen endgültig geklärt sein.

Hayden Panettiere: Woran die Schauspielerin starb, dürfte erst in mehreren Wochen endgültig geklärt sein. (Quelle: Jason Kempin/Getty Images)

Vier Tage nach dem Tod von Hayden Panettiere ist die Ursache nicht geklärt. Bis offizielle Ergebnisse vorliegen, können noch mehrere Wochen vergehen.

Am Sonntag starb die Schauspielerin Hayden Panettiere in einer Wohnung in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina. Ihr On-off-Partner Brian Hickerson, der zu jenem Zeitpunkt bei ihr gewesen sein soll, habe der Polizei später eine „Tüte mit Medikamenten“ gezeigt, die Panettiere bei sich gehabt und aus der sie konsumiert haben soll. Neun unterschiedliche Substanzen sollen sich dem Polizeibericht zufolge darin befunden haben. Zudem soll im Notruf das Wort „Überdosis“ gefallen sein.

Dem US-Medium „TMZ“ zufolge wurde in der Wohnung, in der Panettiere starb, Narcan, ein Mittel zur Behandlung von Opioid-Überdosen, gefunden. Ob dieses ihr oder einer anderen Person in der Wohnung verabreicht wurde, ist unklar. Die Einsatzkräfte leiteten bei Panettiere aufgrund eines Herzstillstands erweiterte Reanimationsversuche ein. Doch diese blieben erfolglos. Am 16. August um 14.32 Uhr Ortszeit wurde sie für tot erklärt.

In der Vergangenheit hatte Panettiere mehrfach über ihre Alkohol- und Drogensucht gesprochen, so auch in ihrem erst im Mai veröffentlichten Buch „This Is Me: A Reckoning“ (auf Deutsch: „Das bin ich: Eine Abrechnung“). Ob ihr Tod tatsächlich im Zusammenhang mit Drogen, Alkohol und/oder Medikamenten steht, ist noch ungeklärt. Dies soll anhand einer toxikologischen Untersuchung ihres Leichnams beantwortet werden.

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Mit den Ergebnissen ist schätzungsweise in bis zu zwei Monaten zu rechnen, wie der Leichenbeschauer von Greenville County dem US-Magazin „Entertainment Weekly“ bestätigte. Die Autopsie des Leichnams war hingegen bereits am Montag abgeschlossen. Dabei konnten keine Anzeichen für ein physisches Trauma oder Fremdeinwirken, das zum Tod beigetragen haben könnte, festgestellt werden. Panettieres Leichnam ist somit für die Bestattung freigegeben.

Bei der nun folgenden Untersuchung in der forensischen Toxikologie sollen Vergiftungen nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. „Bei der Obduktion asservierte Körperflüssigkeiten, Haare und Organmaterial“ werden dabei auf unterschiedliche Substanzen untersucht, wie der Homepage der Rechtsmedizin der Berliner Charité zu entnehmen ist. Darunter etwa: Medikamentenwirkstoffe, Betäubungsmittel, Alkohol, Haushalts- und Gewerbechemikalien oder Pestizide.

Warum toxikologische Untersuchungen so lange dauern

„Das Warten auf den toxikologischen Befund […] kann eine der größten Belastungen in diesem Prozess darstellen“, heißt es auf der Homepage der Texas Autopsy Services. Warum die Wartezeit so lang ist, wird dort mit Blick auf verschiedene Faktoren erklärt, die eine Rolle spielen. Zum einen arbeite man mit komplexen, mehrstufigen Testverfahren. Dabei folge auf ein erstes Screening für jede potenziell nachgewiesene Substanz ein langwieriges, hochspezifisches Bestätigungsverfahren. Zudem seien die Labore ohnehin überlastet und man setze auf eine strenge Qualitätskontrolle, wobei „jedes Ergebnis mehrere Ebenen technischer und administrativer Prüfungen durchläuft, um wissenschaftliche und rechtliche Validität zu gewährleisten“.

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