Hitzewelle

Bei welchen Temperaturen ein Ventilator eher schadet als nützt


26.06.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Frau vor Ventilator (Symbolbild): Fachleute raten, den Luftstrom eines Ventilators nicht direkt auf eine Person auszurichten, sondern das Gerät lieber etwas entfernt aufzustellen. (Quelle: Bevan Goldswain/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Ventilatoren sollen dem Körper Kühlung verschaffen. Bei starker Hitze können sie jedoch womöglich zum Gesundheitsrisiko werden.

An heißen Sommertagen laufen Ventilatoren in vielen Wohnungen auf Hochtouren. Die Luftbewegung kann den Körper abkühlen und die Hitze erträglicher machen. Doch unter bestimmten Bedingungen kann ein Ventilator den Körper eher belasten. Vor allem für ältere Menschen besteht ein Risiko.

Warum ein Ventilator den Raum nicht tatsächlich kühlt

Ein Ventilator bewegt lediglich die Luft, die Raumtemperatur kann er nicht senken. Dennoch empfinden viele einen Ventilator bei Hitze als angenehm, weil der Schweiß so schneller verdunstet und den Körper dadurch kühlt. Dieser Effekt funktioniert jedoch nur, wenn der Körper ausreichend schwitzen kann. Auch die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle.

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Wann bei der Nutzung eines Ventilators Vorsicht geboten ist

Problematisch wird es, wenn die Hitze in der Wohnung stark zunimmt. Die Hauttemperatur liegt für gewöhnlich bei 35 Grad Celsius. Liegt die Raumtemperatur darüber, ist sie also heißer als die Haut, kann ein Ventilator dem Körper über den Luftstrom Wärme zuführen, anstatt ihn zu kühlen. Besonders riskant ist das für ältere Menschen: Denn mit zunehmendem Alter nimmt die Schweißproduktion ab, sodass der kühlende Effekt schwächer ausfällt.

Gut zu wissen

Studien weisen darauf hin, dass gesunde jüngere Erwachsene Ventilatoren auch bei höheren Temperaturen oftmals noch gut vertragen können. Für ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen stellen sie bei stark aufgeheizten Räumen hingegen eher ein Risiko dar.

Die Frage, ab welcher Raumtemperatur Ventilatoren besser ausgeschaltet bleiben sollten, ist nicht abschließend geklärt. Die Weltgesundheitsorganisation rät jedoch, die Geräte nur bei Temperaturen unter 40 Grad Celsius zu nutzen. Für Ältere liegt die Grenze womöglich niedriger: Dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit zufolge sollten Menschen über 65 Jahren Ventilatoren nur bei Temperaturen bis zu circa 35 Grad einsetzen.

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Luftfeuchtigkeit macht den Unterschied

Ob ein Ventilator hilft, hängt auch von der Luftfeuchtigkeit ab. Bei feuchtwarmer Luft kann er die Verdunstung des Schweißes erleichtern und so beim Kühlen helfen.

Bei sehr heißer und trockener Luft verdunstet der Schweiß hingegen ohnehin schneller. Dann besteht die Gefahr, dass der Körper durch den Ventilator mehr Wärme aufnimmt, als er abgeben kann.

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