Ablauf der partiellen Mondfinsternis am 28. August. (Quelle: ha)

In München sind die Bedingungen etwas günstiger: Dort bleibt der Mond bis etwa 6.32 Uhr über dem Horizont. Auch dort ist er beim Untergang allerdings noch verfinstert.

Besonders wichtig ist deshalb ein möglichst freier Blick nach Westen bis Südwesten. Gebäude, Bäume oder Hügel können den tief stehenden Mond schnell verdecken.

Wer das Maximum sehen möchte, sollte außerdem nicht erst um sechs Uhr nach draußen gehen. Denn zu diesem Zeitpunkt steht der Mond schon unmittelbar vor seinem Untergang. Besser ist es, sich bereits gegen 5.30 Uhr einen geeigneten Beobachtungsplatz zu suchen.

Warum wird der Mond bei einer Mondfinsternis rot?

Bei einer tiefen Mondfinsternis kann sich der Mond dunkelrot, kupferfarben oder orange verfärben. Daher kommt auch die Bezeichnung Blutmond.

Der Grund dafür ist die Erdatmosphäre. Obwohl die Erde das direkte Sonnenlicht blockiert, gelangt ein Teil des Sonnenlichts durch die Atmosphäre und wird dabei abgelenkt. Blaues Licht wird stärker gestreut, während langwelliges rotes und oranges Licht die Atmosphäre besser durchquert und in den Erdschatten gelangt.

Blutmond: Der Mond erscheint durch das von der Erdatmosphäre rötlich gefilterte Sonnenlicht kupferrot. (Quelle: IMAGO/Florian Gaul/imago)

Das gleiche Prinzip sorgt dafür, dass Sonnenauf- und -untergänge häufig rot erscheinen. Bei einer totalen Mondfinsternis wird dieser Effekt besonders deutlich. Bei der partiellen Finsternis am 28. August wird allerdings nur der Teil des Mondes rötlich oder sehr dunkel erscheinen, der in den Kernschatten der Erde gerät.

Wie intensiv die Färbung ausfällt, hängt unter anderem vom Zustand der Erdatmosphäre ab. Staub und andere Partikel können die Farbe und Helligkeit des verfinsterten Mondes beeinflussen.

Was sollten Beobachter der Mondfinsternis beachten?

Anders als bei einer Sonnenfinsternis braucht man bei einer Mondfinsternis keine spezielle Schutzbrille. Der Mond kann problemlos mit bloßem Auge beobachtet werden.

Auch ein Fernglas oder Teleskop kann verwendet werden. Dadurch lassen sich die verschiedenen Bereiche des Erdschattens besonders gut erkennen.

Für die Beobachtung ist vor allem ein freier Blick zum westlichen Horizont wichtig. Weil der Mond während der Finsternis immer tiefer sinkt, können selbst relativ kleine Hindernisse die Sicht versperren.

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