Geschlecht geklärt

Obduktion von Wal „Timmy“ ist beendet

Aktualisiert am 04.06.2026 – 23:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wegen der Fäulnisgase müssen Schaulustige abstand halten. (Quelle: t-online)

Vor drei Wochen wurde „Timmy“ vor der dänischen Insel Anholt angespült. Jetzt wurde er obduziert. Das sagen die Experten.

Die Obduktion des als „Timmy“ bekannten Buckelwals auf dem Strand der dänischen Insel Anholt ist in den späten Abendstunden beendet worden. In einer über Stunden andauernden Untersuchung wurde der Wal von dem Team aus Experten und Tierärzten akribisch untersucht und zerlegt. In der Dunkelheit werden nun noch die letzten Reste des Wals weggeräumt.

Eine klare Todesursache konnte das Expertenteam bei den Untersuchungen zunächst nicht feststellen, wie unter anderem die dänische Biologin Charlotte Bie Thøstesen, die bei der Obduktion dabei war, vor Reportern erklärte. Etwa eine Verletzung sei nicht zu erkennen gewesen, was jedoch auch an der Verwesung des seit Wochen toten Tieres liegen könne. Zwar seien Parasiten festgestellt worden, die seien jedoch nicht für den Tod verantwortlich.

Der Kadaver war zuvor mit einem länglichen Messer aufgeschnitten worden, um Luft aus dem stark aufgeblähten Tier abzulassen, wie Bilder zeigen. Danach wurde der Wal geöffnet und zerteilt. Auch Schaulustige und Medienvertreter versammelten sich um die Absperrung.

Obduktion ist heikle Angelegenheit

Klar ist nun auch, dass das Tier mit dem Jungennamen „Timmy“ – wie bereits vermutet – ein Weibchen ist. Schwanger sei der Wal in den letzten Monaten nicht gewesen, hieß es. Bei einem Blick ins Maul und in den Magen des Wals seien zudem keine Netze oder andere Gegenstände festgestellt worden, erklärte Veterinärmediziner Tim Jensen von der Universität Kopenhagen.

Ein Bagger hievte im Laufe der Obduktion nach und nach die Teile des Kadavers in die bereits vorbereiten Container. Für das Team ist die Arbeit damit nun erledigt, die Experten verlassen die Insel am Freitagmorgen. Gegen Ende der Arbeiten war von dem Tier, das seit Wochen Schlagzeilen macht, nur noch wenig übrig. Bilder von vor Ort zeigten teils nur noch Knochen und Teile mit Hautfetzen.

Aus Sicherheitsgründen müssen Zuschauer genügend Abstand einhalten. Seit mehreren Wochen liegt der Kadaver des Tiers vor der Urlaubsinsel und ist durch Fäulnisgase stark aufgebläht und von Möwen traktiert. Anwesende brauchen also einen guten Magen. „Der Wal hat jetzt schon sehr lange in der Sonne gelegen und wird sehr stinken“, sagte der dänische Walforscher Peter Teglberg Madsen.

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