Minus von 5,8 Milliarden Euro

VW rutscht noch tiefer in die roten Zahlen


Aktualisiert am 29.10.2026 – 08:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Oliver Blume (Archivbild): Der VW-Chef muss weitere bittere Zahlen verkraften. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Der VW-Konzern steckt in der Krise. Das zeigen auch die jüngsten Bilanzzahlen. Eine Konzerntochter büßt dabei besonders kräftig ein.

Volkswagen ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Konzernergebnis nach Steuern lag in den Monaten Juli bis September bei minus 5,82 Milliarden Euro, wie der Autokonzern mitteilte.

Wesentlicher Grund für das Minus waren Sondereffekte von 7,8 Milliarden Euro. Außerdem belasteten den Angaben nach das schwache Marktumfeld in China, der weltweit zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der gestiegene Anteil von margenschwächeren E-Autos an den Verkäufen. Der Umsatz des Konzerns sank im dritten Quartal um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro.

Das VW-Management um Konzernchef Oliver Blume hatte die Gewinnprognose für das laufende Jahr bereits Mitte September deutlich gesenkt. Vom Umsatz soll im laufenden Jahr höchstens noch ein Prozent als operativer Gewinn übrig bleiben. Zuvor hatte VW eine Spanne von 4,0 bis 5,5 Prozent erwartet. 2025 hatte die operative Rendite 2,8 Prozent betragen.

Der Umsatz sollte 2026 rund 315 Milliarden Euro erreichen. Die Erwartungen hatte der Konzern bereits im Juli gekappt. Statt einem Umsatzplus von bis zu 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet Volkswagen im besten Fall nur noch eine stabile Entwicklung. Es könnten aber auch bis zu 3 Prozent weniger Erlös werden. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 321,9 Milliarden Euro.

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Bei den Verkäufen musste der Konzern zuletzt weiter Abstriche machen: Von Juli bis September lieferte VW 1,89 Millionen Fahrzeuge aus – und damit 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt übergaben die Marken des Konzerns bis Ende September gut 6 Millionen Fahrzeuge an ihre Kunden. Das waren 9,0 Prozent oder rund 600.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Porsche-Markenschriftzug (Symbolbild): Porsche bereitet VW besonders große Sorgen. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Besonders stark schlägt eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sport- und Geländewagentochter Porsche zu Buche. Sie beläuft sich den Angaben zufolge auf rund 6,4 Milliarden Euro. Die Wertberichtigung ist nicht zahlungswirksam, belastet aber den operativen Gewinn von VW deutlich. Hintergrund sind niedrigere Erwartungen an die künftige Entwicklung bei Porsche.

Bereits ein Jahr zuvor war die dramatische Lage in Stuttgart einer der Hauptgründe für den Quartalsverlust. Die Luxusmarke, einst eine Gewinnperle des Konzerns, steckt schon länger in der Krise. Belastend wirkten insbesondere der Einbruch beim China-Geschäft, die US-Zollpolitik und Kurskorrekturen bei der Elektro-Strategie. Zuletzt hatten sich die Geschäftszahlen von Porsche stabilisiert.

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