Konzern erwägt neue Pläne

VW in Stöcken droht das Aus: Gibt es doch eine Rettung?

28.09.2026 – 20:32 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein VW-Logo am Nutzfahrzeugwerk in Hannover-Stöcken (Archivbild): Der Standort könnte in Zukunft fürs Militär produzieren. (Quelle: IMAGO / Rust)

Das VW-Werk in Hannover-Stöcken kämpft ums Überleben. Nun gibt es offenbar eine Möglichkeit, den Standort doch nicht zu schließen.

Das Werk von Volkswagen-Nutzfahrzeuge in Hannover-Stöcken könnte künftig Fahrzeuge für den Verteidigungssektor bauen. Das kündigte VWN-Vorstand Stefan Mecha in einem Interview mit der Zeitschrift „Automobilwoche“ an. „Wir haben schon immer Dual-Use-Güter für den Einsatz bei Polizei, THW oder Streitkräften gefertigt und können das“, sagte Mecha.

Zu möglichen Produkten äußerte sich Mecha nicht. Nach Informationen der „Automobilwoche“ aus Unternehmenskreisen erwägt VW, in Hannover leicht gepanzerte Truppentransporter zu entwickeln und zu bauen.

VWN in Hannover ohne Aufträge ab 2030

Hannover gehört neben Emden, Zwickau und Neckarsulm zu vier Volkswagen-Standorten, deren Fortbestand ab 2030 noch nicht gesichert ist. Für die Werke gibt es bislang keine entsprechenden Aufträge. Bis Juni 2027 müssen sie nach Angaben der „Automobilwoche“ zeigen, wie sie ihre Kosten deutlich senken können.

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In Hannover sei das bereits gelungen, sagte Mecha: „Wir haben mehr als 20 Prozent der Kosten herausgenommen und den Personalstand um 20 Prozent reduziert“, sagte er. Dennoch müsse das Werk „jetzt weiter dranbleiben, um ein wettbewerbsfähiges Niveau zu erreichen“.

Belastet wird der Standort unter anderem von der schwachen Nachfrage nach dem Elektromodell ID. Buzz. Das Fahrzeug sei speziell für den US-Markt entwickelt worden, sagte Mecha. „Ursprünglich hatten wir mit mehr als 100.000 Fahrzeugen in Hannover kalkuliert, tatsächlich sind es heute rund 60.000.“ Allein die US-Importzölle hätten das Modell dort um 10.000 Euro verteuert, sagte der Manager.

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