Im Theatermuseum Düsseldorf

Sonderausstellung widmet sich 50 Jahren Punk

22.10.2026 – 17:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Sascha Förster mit Kurator Jäki Hildisch/Jäki Eldorado und dem Initiator des Punk-Museums, Rudi Esch (v.l.): Die Ausstellung ist bis Ende 2027 zu sehen. (Quelle: Stadt Düsseldorf/Claus Langer)

Das Theatermuseum Düsseldorf öffnet eine Ausstellung über die Punkbewegung. Mit dabei: eine Zeitreise per VR-Brille in legendäre Clubs.

Das Theatermuseum Düsseldorf widmet sich ab sofort der Geschichte der Punkbewegung. Unter dem Titel „Punk 50: Demand the Impossible“ läuft eine Sonderausstellung bis Ende 2027 und blickt auf fünf Jahrzehnte Punk zurück.

Kuratiert hat die Ausstellung Jäki „Eldorado“ Hildisch, der als „erster Punk Deutschlands“ gilt. Er verbindet seinen persönlichen Rückblick als Zeitzeuge mit Objekten aus seiner eigenen Sammlung, die hier erstmals öffentlich zu sehen sind. Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben aus dem Archiv B. Gezeigt werden Fotografien, Fanzines, Buttons und Memorabilia. Den Auftakt bildet eine Fotografie des Models Jordan in einem Hemd der Modedesignerin Vivienne Westwood, auf dem der Slogan „Be reasonable, demand the impossible“ aus den 1980er-Jahren aufgedruckt ist.

Besucher können mit VR-Brillen Zeitreisen unternehmen: So kann etwa die Berliner Mauer mit Farbe besprüht werden. (Quelle: Stadt Düsseldorf/Claus Langer)

Dass die Ausstellung in Düsseldorf zu sehen ist, hat einen Grund: Die Stadt gilt im Kontext der elektronischen Musik als eine der Keimzellen der Punkbewegung, die sich dort nicht nur musikalisch, sondern auch als Lebensstil entwickelte.

Theatermuseum-Leiter Sascha Förster sagt: „Punk und Düsseldorf: Was zunächst nach einem Gegensatz klingt, gehört schon lange zusammen.“ Die Ausstellung zeige, wie tief die Punkbewegung in der Stadt verwurzelt ist und welche Impulse von Düsseldorf aus in die überregionale Szene getragen wurden. Förster sagt: „Damit rücken wir ein Phänomen, das Düsseldorf mitgeprägt hat, in den musealen Kontext.“

Modell von Jürgen Weber: Es zeigt den Ratinger Hof in der Düsseldorfer Altstadt. (Quelle: Stadt Düsseldorf/Claus Langer)

Punk-Ausstellung in Düsseldorf: Mit der VR-Brille in alte Zeiten

Neben Düsseldorf richtet die Ausstellung den Blick auch auf Berlin, Hamburg und Hannover sowie auf die Punkszene in der DDR. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Frauen, die in der bisherigen Punk-Geschichtsschreibung wenig Beachtung fanden. Detailgetreue Modelle des Künstlers Jürgen Weber zeigen wichtige Punk-Treffpunkte wie den Düsseldorfer Ratinger Hof und das Berliner SO36.

In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Studio Neonreal können Besucher der Ausstellung per VR-Brille in vergangene Zeiten eintauchen: etwa Schlagzeug im Ratinger Hof spielen oder die Berliner Mauer mit Graffiti besprühen. Neonreal plant, diese VR-Erlebnisse zu einem umfassenderen Dokumentationswerk über die Düsseldorfer Punk-Geschichte auszubauen. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Für Besucher bis 21 Jahre ist der Eintritt frei.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version