Was macht die Theaterszene in Deutschland so besonders?
Die deutsche Theaterszene zeichnet sich durch eine große Anzahl an Theatern und Opernhäusern sowie durch die Vielfalt der angebotenen Genres aus. Aus diesem Grund hat die UNESCO die deutsche Theater- und Opernszene 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Fast 400 Theater sind Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins.
Warum gibt es in Deutschland so viele Theater?
Im 17. und 18. Jahrhundert bestand Deutschland aus vielen einzelnen Fürstentümern. Herzöge und Monarchen brachten Theater an ihre Höfe, doch das aufstrebende Bürgertum betrachtete Theater auch als willkommenen Beitrag zur kulturellen Bildung. Ab dem 19. Jahrhundert gründete das Bürgertum Stadttheater, die noch heute in Betrieb sind.
Wie werden Theater und Opernhäuser in Deutschland finanziert?
Die meisten deutschen Theater und Opernhäuser werden von der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft finanziert. Bundes- und Landestheater werden von den Bundesländern gefördert, die kommunalen Theater werden von der jeweiligen Stadt finanziert. Private Theater werden häufig durch Stiftungen und Sponsoren finanziert. Eine freie Szene bestehend aus Gruppen und Kollektiven sowie Auftritten an freien Spielstätten rundet das Theaterangebot in Deutschland ab.
