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Von Macrons Lehrerin zu einer seiner wichtigsten Beraterinnen

wochentlich.deBy wochentlich.de27 Mai 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Von Macrons Lehrerin zu einer seiner wichtigsten Beraterinnen
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Bei öffentlichen Auftritten halten sie Händchen. Seine Frau Brigitte ist eine große Stütze für Emmanuel Macron. Das sieht man aktuell auch beim Deutschlandbesuch.

Brigitte und Emmanuel Macron sind das Paar an der Spitze Frankreichs, werden als unzertrennlich beschrieben. Die Première Dame ist diskret in der Öffentlichkeit, spielt aber eine wichtige Rolle im Hintergrund. In dieser Woche wird sie auch in Deutschland immer wieder zu sehen sein – so wie beim Empfang des französischen Präsidenten am Sonntag in Berlin. Was ist über die Frau bekannt, die am 13. April bereits ihren 71. Geburtstag feierte?

Emmanuel Macron sagte im Jahr 2022, Brigitte sei „diejenige, die mir am wichtigsten ist, die mir am meisten bringt in diesem einzigartigen Abenteuer des Lebens“. Danach warf er ihr öffentlich eine Kusshand zu.

„Ich höre auf das, was sie spürt, was sie sagt und was ihr gesagt wird“, sagte er mal der französischen Tageszeitung „Le Figaro“. Wenn Menschen sich bei Terminen an sie wenden, zückt sie oft ein Notizbuch und schreibt sich etwas auf.

Brigitte Macron ist für den Präsidenten eine enge Beraterin und seine Schulter zum Anlehnen. Auch positive Energie dürfte sie fließen lassen: „Mein Mann sagt häufig, dass man glücklich sein muss, um effizient zu sein. Und ich habe ein gewisses Talent für das Glück“, verriet sie einst.

Brigitte Macron drängt sich nicht in den Vordergrund, ist aber sehr aktiv: Seit 2019 unterrichtet sie gelegentlich arbeitslose junge Erwachsene in einer benachteiligten Pariser Vorstadt. Für Macron quasi eine Rückkehr zu ihren Wurzeln. Sie war früher Lehrerin an der Privatschule La Providence in Amiens in Nordfrankreich. Dort gab sie Französisch- und Lateinunterricht, leitete außerdem einen Theaterworkshop, bei dem sie ihren heutigen Ehemann, damals ihr Schüler, kennenlernte. Bis 2015 unterrichtete die First Lady an einer prestigeträchtigen Privatschule in Paris.

Brigitte Macron hat etwa eine mobile Anti-Mobbing-Einheit für Schulen mitgegründet, sie setzt sich für minderjährige Missbrauchsopfer ein und beantwortet Bürgerbriefe. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat sie mit der Frau des ukrainischen Präsidenten, Olena Selenska, dafür gesorgt, dass krebskranke Kinder nach Frankreich ausgeflogen werden. Macron empfing sie am Flughafen Paris-Orly.

Eine Transparenzcharta aus dem Jahr 2017 regelt die Arbeit von Brigitte Macron als Première Dame. Sie besagt, dass sie ihr Land mit dem Staatschef auf internationaler Ebene repräsentiert und sich in den Bereichen Erziehung, Gesundheit oder Kultur engagiert. Sie erhält kein Gehalt und verfügt über kein eigenes Budget. Bis dato war die Rolle der Première Dame nicht festgelegt, Macron hatte dies im Wahlkampf 2017 als „Heuchelei“ bezeichnet.

Brigitte Macron, aus einer Schokoladendynastie im nordfranzösischen Amiens stammend, hat drei Kinder aus erster Ehe, zwei davon sind älter als Emmanuel Macron. Hinzukommen sieben Enkelkinder. Mit Emmanuel Macron ist sie seit 2007 verheiratet. Bei der Hochzeit soll er gesagt haben: „Vielleicht sind wir kein normales Paar, wenn es das überhaupt gibt. Aber wir sind ein Paar.“

Der Präsident hat keine eigenen Kinder, doch die Enkel seiner Frau nennt er öffentlich stolz „meine Enkelkinder“ – und die Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit: Die Kinder nennen ihn „Daddy“.

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