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Finanzen

Volkswagen könnte sogar 120.000 Jobs streichen

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Volkswagen könnte sogar 120.000 Jobs streichen
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Spardruck wächst

Volkswagen will wohl 120.000 Jobs streichen


09.07.2026 – 16:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Tiefe Einschnitte: Volkswagen plant wohl den Abbau von über hunderttausend Stellen. (Quelle: Leon Kuegeler/photothek.de via www.imago-images.de)

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VW will einem Medienbericht zufolge noch mehr Stellen abbauen, als bisher bekannt. Arbeitnehmervertreter bereiten sich auf einen harten Machtkampf vor.

Zur Stunde trifft sich der Aufsichtsrat bei Volkswagen, um über das nächste Sparprogramm zu beraten. Die Rede ist von einem Geheimpapier mit dem Titel „Zielbild 2030“, das die Schließung von mindestens vier VW-Werken und einen großen Stellenabbau vorsieht. Wie die „Bild“ nun berichtet, sollen 120.000 Stellen abgebaut werden – in vorherigen Berichten war von 100.000 Jobs die Rede.

Wie die Zeitung weiter berichtet, soll der Jobabbau vorrangig über freiwillige Programme laufen, also mittels Abfindungen oder Altersteilzeitprogrammen. Doch es sollen wohl auch bestehende Verträge neu bewertet werden – das könnte auf betriebsbedingte Kündigungen hindeuten.

Vier VW-Werke könnten bis 2035 schließen

Der „Spiegel“ hat am Donnerstagmorgen bereits über einen möglichen Zeitplan für die Werksschließungen bei VW berichtet. Demnach würde der Konzern ab 2031 die beiden Werke Emden und Zwickau schließen wollen, 2032 würde das Werk in Hannover folgen. 2034 würde es den Plänen zufolge auch das Audi-Werk in Neckarsulm treffen.

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Vor dem Aufsichtsratstreffen gab es bundesweit an VW-Standorten massive Proteste. Kurz vor Beginn der Aufsichtsratssitzung am Nachmittag sagte Thorsten Gröger von der IG Metall Niedersachsen in Wolfsburg: „Wir werden nicht tatenlos zusehen.“ Der Konzern riskiere einen „Großkonflikt, der sich gewaschen hat“.

Die IG Metall kündigte an, sie werde den Druck in der zweiten Jahreshälfte weiter erhöhen, sollte der Vorstand an seinen Plänen festhalten. Weitere Aktionstage an den deutschen Standorten seien in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen. Aktuell bestehe sowohl im Volkswagen-Haustarifgebiet als auch in der Metall- und Elektroindustrie Friedenspflicht.

Zustimmung zu Blume-Plan nicht sicher

Gröger nannte die Informationspolitik des Konzerns ein „absolutes Desaster“. Er habe den Eindruck, „als würden ganz gezielt Infos von ganz oben aus der Chefetage durchgestochen und gleichzeitig lässt man die Belegschaft stehen“, ohne ihnen klare Informationen zu geben. Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo forderte „endlich Klarheit für die Belegschaft“. Die niedersächsische Landesregierung dementierte unterdessen Berichte der „New York Times“ und der „Wirtschaftswoche“, wonach sich das Bundesland als VW-Großaktionär nicht gegen das Ende der Produktion in den vier deutschen Werken wehren würde.

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