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Gesundheit

Viele Deutsche Ü60 verpassen wichtigen Schutz

wochentlich.deBy wochentlich.de25 September 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Viele Deutsche Ü60 verpassen wichtigen Schutz
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„Impfquote absolut unzureichend“

Neue Zahlen zeigen: Viele ältere Deutsche verpassen diese Impfung


25.09.2025 – 12:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Schutz gegen Gürtelrose: Obwohl die Impfung das Risiko deutlich senkt, bieten viele Hausärzte sie kaum aktiv an. (Quelle: SolStock/getty-images-bilder)

Eine Gürtelrose kann schmerzhaften Hautausschlag verursachen. Die Impfung bietet relativ hohen Schutz. Doch sie wird nur selten genutzt.

Nur jeder fünfte Deutsche über 60 ist vollständig gegen Gürtelrose geimpft. Dabei empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) den Schutz seit 2018 ausdrücklich. Denn: Besonders im Alter kann die Erkrankung sehr schmerzhaft verlaufen.

Die Daten stammen aus dem neuen Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer. Demnach sind gerade ältere Menschen schlecht geschützt: In der Gruppe der über 80-Jährigen hat sich nur knapp jeder Sechste impfen lassen. Dabei gilt diese Altersgruppe als besonders gefährdet. Insgesamt wertete die Barmer Daten von 2019 bis 2023 aus und bezieht sich auf die eigenen Versicherten – rund 8,4 Millionen Menschen bundesweit.

Barmer-Vorstandschef Christoph Straub sprach von einer „absolut unzureichenden Impfquote“. Die Impfung verringere das Erkrankungsrisiko erheblich, werde aber zu selten genutzt. Ein Grund dafür könnte sein, dass Hausärzte die Impfung nicht immer aktiv anbieten. Laut Krankenkasse gibt es deutschlandweit große Unterschiede zwischen einzelnen Praxen.

Gürtelrose – medizinisch Herpes zoster – wird durch dasselbe Virus ausgelöst wie Windpocken. Wer einmal Windpocken hatte, trägt die Erreger lebenslang im Körper. Werden diese wieder aktiv, etwa weil das Immunsystem im Alter schwächer wird, kann eine Gürtelrose entstehen. Typisch sind ein schmerzhafter Hautausschlag und teils lang anhaltende Nervenschmerzen.

Besonders ältere Menschen erkranken häufig und haben teils schwere und langwierige Verläufe. Deshalb empfiehlt die Stiko die Impfung ab 60 Jahren, für Risikogruppen sogar schon ab 50. Dazu zählen Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Asthma.

Für die genannten Personengruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten der Impfung. Verabreicht wird der Impfstoff zweimal, die Stiko empfiehlt einen Abstand von mindestens zwei und maximal sechs Monaten. Studien zeigen: Die Impfung senkt das Risiko für Gürtelrose und ihre Folgeerkrankungen deutlich.

Trotzdem bleibt die Impfquote in Deutschland niedrig. Experten fordern deshalb mehr Aufklärung – sowohl in Arztpraxen als auch bei den Betroffenen selbst. Denn je älter die Menschen werden, desto größer ist die Gefahr, dass sie das Virus trifft.

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