Mit einer Ausnahme
Traditionsklub verhängt Hüpfverbot für eigene Fans
07.10.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Umbauarbeiten am Ruhrstadion verändern die Statik der Osttribüne. Bei Missachtung droht die Sperrung der Kurve für bis zu 10.000 Fans.
Die Bauaufsichtsbehörde hat dem VfL Bochum im Ruhrstadion ein Hüpfverbot auf der Osttribüne wegen statischer Umbaufolgen auferlegt. Hintergrund ist nicht etwa eine fehlende Tragfähigkeit der Tribüne, sondern ein Gutachten im Zuge der laufenden Umbauarbeiten des Ruhrstadions.
Der Verein erklärt dazu: „Durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, kann es zum sogenannten Trampolineffekt kommen, der einen Unwohlsein-Effekt hervorruft.“
Die zuständige Bauaufsichtsbehörde hat das Hüpfverbot per Ordnungsverfügung festgelegt. Der VfL Bochum muss die Anordnung umsetzen und auf der Tribüne kontrollieren. Hält sich der Klub nicht daran, droht im schlimmsten Fall die komplette Sperrung der Ostkurve für bis zu 10.000 Zuschauer.
Das Hüpfverbot gilt bereits ab der Heimpartie am Sonntag gegen Arminia Bielefeld (ab 13.30 Uhr im Liveticker bei t-online). Der Verein betont jedoch: „Dieses Verbot betrifft explizit beispielsweise nicht den Torjubel, sondern lediglich choreographiertes Springen.“ Aufgehoben werden soll die Regelung erst nach Abschluss der Umbauarbeiten im Jahr 2028.
Ein ähnliches Verbot gab es bereits 2016 beim 1. FC Magdeburg. Dort mussten Fans auf der Nordtribüne wegen starker Schwingungen und drohender Schäden an der Stahlbetonkonstruktion auf rhythmisches Hüpfen verzichten. Bis 2019 wurde das Magdeburger Stadion umgebaut und die Konstruktion verstärkt – anschließend durften die Fans dort wieder hüpfen.