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Politik

verweigert Para-Sportlerin die Bühne – Rampe sei zu teuer

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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verweigert Para-Sportlerin die Bühne – Rampe sei zu teuer
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„Bin ich weniger wert?“

Palmer will Rollstuhlfahrerin keine Rampe bauen


Aktualisiert am 23.05.2026 – 16:43 UhrLesedauer: 2 Min.

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Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen will kein Geld für eine Rollstuhlrampe ausgeben (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Markus Ulmer/imago)

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Para-Tischtennisspielerin Cary Hailfinger soll in Tübingen geehrt werden. Auf die Bühne soll sie im Rollstuhl aber nicht – OB Palmer hat eigene Vorstellungen.

Die erfolgreiche Para-Tischtennisspielerin Cary Hailfinger soll Ende Juni in Tübingen für ihre sportlichen Leistungen geehrt werden. Auf die Bühne kommt sie mit ihrem Rollstuhl allerdings nicht: Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) will für die Veranstaltung keine Rampe aufbauen.

Hailfinger machte den Fall auf Facebook öffentlich. „Mal wieder kommt die Ausrede der Kosten statt Inklusion. Bin ich also als Para-Sportler mal wieder weniger wert?“, schrieb sie dort.

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Palmer begründet die Entscheidung mit den Kosten und dem Platzbedarf. Der Auf- und Abbau einer Rampe würde laut Palmer 1.200 Euro kosten. Zudem sei die Rampe 15 Meter lang, wodurch in der Halle rund 40 Sitzplätze wegfallen würden.

Palmer: 1.200 Euro für eine Minute ist zu viel

Gegenüber dem SWR sagte Palmer, es sei aus seiner Sicht nicht sinnvoll, „1.200 Euro für eine Minute auszugeben, nur damit eine Person auf der Bühne steht“. Stattdessen könne Hailfinger vor der Bühne geehrt werden. Auch eine Spende von 600 Euro an einen Verein, der sich für Rollstuhlfahrer einsetzt, hält Palmer für denkbar.

Hailfinger wünscht sich hingegen eine dauerhafte Lösung. Es gehe nicht nur um sie, sagte sie dem SWR. Auch künftig müssten Sportlerinnen und Sportler im Rollstuhl bei Ehrungen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Ihre Auszeichnung sei nicht die erste einer Para-Sportlerin – und werde sicher nicht die letzte sein.

Die Sportlerin betonte zugleich, dass die Stadt Tübingen viel für Menschen mit Behinderung tue. Bei den Sportlerehrungen habe es in den vergangenen Jahren aber keine zufriedenstellende Lösung gegeben. Eine Rampe könne auch bei anderen Veranstaltungen genutzt werden. Sollte die Stadt jedoch eine andere kosteneffiziente Lösung vorschlagen, sei sie dafür offen.

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