Wo ist die kleine Inga?

Millionen Menschen sollen helfen, ihr Schicksal zu klären


29.07.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Die damals fünfjährige Inga Gehricke: Sie verschwand 2015 von einem Grundstück bei Stendal. (Quelle: Polizei)

Die kleine Inga verschwindet spurlos, jahrelang tappen die Ermittler im Dunkeln. Jetzt soll die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ die Wende bringen.

Mehr als elf Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden der damals fünfjährigen Inga Gehricke will die Polizei einen neuen Anlauf unternehmen, den Fall aufzuklären. Der Vermisstenfall soll am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt werden, wie die Polizei ankündigte.

Das aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt stammende Mädchen war im Mai 2015 mit seiner Familie zu Besuch bei Bekannten auf einem Gelände des Diakoniewerks Wilhelmshof bei Stendal. Der Hof ist eine diakonische Einrichtung für Menschen mit Behinderungen und Suchterkrankungen. Bei der Vorbereitung eines Grillfestes wurde das Mädchen am 2. Mai gegen 18.40 Uhr das letzte Mal gesehen.

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Was danach mit der Fünfjährigen passierte, ist den Ermittlern bis heute ein Rätsel. Weder wurden sterbliche Überreste von Inga gefunden, noch gingen stichhaltige Hinweise aus der Bevölkerung ein. Eine Polizeisprecherin beschrieb den Hof im Gespräch mit t-online als „abgelegen“.

Fall Inga Gehricke: Die lange Suche nach Ungereimtheiten

Seit drei Jahren beschäftigt sich eine Cold-Case-Einheit der Polizei in Halle mit dem Fall. Die Ermittler hätten die Akten noch einmal durchgearbeitet, erklärte die Sprecherin. Um den Ort des Verschwindens herum habe es erneut Suchmaßnahmen gegeben – ohne Erfolg. „Es ist eigentlich alles unklar“, räumte die Sprecherin ein. Ein Verbrechen könne jedenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Fotocollage der fünfjährigen Inga Gehricke: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Geschehens führen, sind 25.000 Euro ausgelobt. (Quelle: inga-suche.de)

Mit der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung soll nicht nur ein Millionenpublikum erreicht, sondern im Speziellen mögliche Mitwisser angesprochen werden. Die Beamten fragen: „Sind jemandem Ungereimtheiten in Erzählungen von Personen aufgefallen, die Bezüge zu Inga oder dem Wilhelmshof haben? Hat jemand Gespräche oder Chatnachrichten mitbekommen, in welchen sich Personen über Inga Gehricke austauschten, wobei es sich um Insiderwissen handeln könnte?“ Für Hinweise, die zur Aufklärung des Geschehens führen, ist eine Belohnung von 25.000 Euro ausgelobt.

Mutter von Inga Gehricke mit eindringlichem Wunsch

Am Tag ihres Verschwindens hatte die damals knapp 1,20 Meter große Inga laut Polizei rosafarbene Haarspangen und neongelbe Haargummis in den Haaren. Sie habe ein geringeltes Unterhemd mit Pferdemotiv, ein mintgrünes Langarmshirt mit aufgedrucktem Schmetterling und Rüschen, einen lilafarbenen Slip, eine weiße oder graue Strumpfhose und eine blaue Jeans mit Auswaschungen getragen. Ihre Klettverschluss-Schuhe aus Wildleder seien pink, violett und beerenfarben gewesen.

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