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Finanzen

Verdi ruft zu Warnstreiks in Hamburg und fünf weiteren Städten auf

wochentlich.deBy wochentlich.de17 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Tarifstreit

Verdi ruft zu Warnstreiks an sechs Seehäfen auf


Aktualisiert am 17.08.2026 – 16:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Containerterminals im Hamburger Hafen: Auch dort will Verdi ab Montagabend streiken. (Quelle: Daniel Reinhardt/imago-images-bilder)

Die Gewerkschaft Verdi erhöht im Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeber. An sechs Hafenstandorten sollen Tausende Beschäftigte die Arbeit niederlegen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft zu 24-stündigen Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen auf. Betroffen sind Betriebe in Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake. Die Arbeitsniederlegungen sollen nach Angaben der Gewerkschaft bereits mit Beginn der Nachtschicht an diesem Montagabend starten.

Die wirtschaftliche Bedeutung der betroffenen Häfen ist groß: Über die sechs Standorte laufen rechnerisch rund 74 Prozent des deutschen Seegüterumschlags. Bezogen auf den gesamten deutschen Außenhandel entspricht das einem Anteil von knapp 24 Prozent des Handelsvolumens. Längere oder wiederholte Arbeitsniederlegungen könnten deshalb zu Verzögerungen in Lieferketten führen.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf den Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe erhöhen. Zuvor hatten Beschäftigte in einer Befragung das bisherige Angebot der Arbeitgeber mit großer Mehrheit abgelehnt. Der Verband habe darauf mit Unverständnis reagiert und bislang keinen neuen Verhandlungstermin angeboten, teilte Verdi mit.

Verdi: Streik „offenbar dringend nötig“

„Dieses Signal an die Arbeitgeber, dass wir es ernst meinen mit unserer Tarifforderung, ist offenbar dringend nötig“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch. Die Beschäftigten wollten ein besseres Angebot und hätten dieses auch verdient. Sie hielten in den Häfen die Infrastruktur am Laufen und trügen dazu bei, dass die Branche stabil und erfolgreich sei.

Verdi fordert für die rund 11.000 Beschäftigten der Seehäfen 8,2 Prozent mehr Stundenlohn, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde mehr. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Mit der Mindesterhöhung will die Gewerkschaft vor allem untere und mittlere Lohngruppen stärken.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt nach Gewerkschaftsangaben 5,1 Prozent mehr Lohn angeboten. Hinzu kommen sollten 300 Euro mehr Urlaubsgeld sowie eine Erhöhung der sogenannten A-Pauschale um 460 Euro. Die Laufzeit sollte 19 Monate betragen. In der Befragung kritisierten die Beschäftigten laut ver.di vor allem die lange Laufzeit und die aus ihrer Sicht zu geringe Erhöhung für untere Lohngruppen.

Verdi erwartet nun einen dritten Verhandlungstermin. „Wenn es dazu etwas Nachdruck braucht, dann liefern wir den“, sagte Krisch.

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