Nicht zahlen

Verbraucherzentrale warnt vor falschen Rechnungen


24.07.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Brief wird geöffnet (Symbolbild): Momentan landen wieder vermehrt Fake-Rechnungen für Internetdienste in den Briefkästen. (Quelle: Christin Klose/dpa)

Mehrere Internetdienste verschicken Forderungen für angebliche Abos, die nie abgeschlossen wurden. Hinter den Schreiben steckt laut Behörden stets dieselbe Firma mit Sitz in Hongkong.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sowie das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) in der Schweiz warnen vor Rechnungen und Mahnungen verschiedener Internetportale. Die Empfänger hätten dort angeblich Abonnements für ein Ernährungscoaching, Horoskope oder einen KI-Assistenten (Bongo-Chat) abgeschlossen und sollen nun dafür zahlen.

Konkret geht es um Schreiben von Unternehmen wie Novavitalia, Bongo-Chat, Astrolonova, Fitnovaness, NovaErektionshilfe und NovaMenstruHilfe. Hinter diesen steht jedoch immer die Margot Brands Limited, eine Firma mit Sitz in Hongkong, ein Unternehmen, zu dem die Empfänger des Schreibens nie Kontakt hatten, berichten die Verbraucherschützer. Dennoch sollen sie 200 Euro oder mehr zahlen.

Was können Verbraucher tun?

Sabine Holzäpfel, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, stellt in diesem Zusammenhang klar: „Wer nichts bestellt hat, muss nichts zahlen.“ Empfänger sollten stattdessen der Rechnung und dem angeblichen Vertragsabschluss widersprechen, und zwar schriftlich. Wer bei der Formulierung hierfür Unterstützung benötigt, kann den Assistenten der Verbraucherzentrale verwenden. Das Schweizer BACS rät: „Ignorieren Sie solche Nachrichten, klicken Sie auf keine Links und leisten Sie keine Zahlungen.“

Sowohl die deutschen Verbraucherzentralen als auch die auf Internetkriminalität spezialisierte Schweizer Seite cybercrimepolice.ch haben das Portal auf ihre Warnliste gesetzt. Wer unerwartet Rechnungen von unbekannten Firmen erhält, sollte auf diesen Seiten nach den Absendern der Schreiben suchen.

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