Neue Studie zeigt

Dieses Augenmerkmal geht häufiger mit Krebs einher


Aktualisiert am 14.08.2026 – 16:41 UhrLesedauer: 3 Min.

Beim Augenarzt: Jeder kann an einem Pterygium erkranken, wenn er viel Zeit ohne Augenschutz im Freien verbringt.

Beim Augenarzt: Jeder kann an einem Pterygium erkranken, wenn er viel Zeit ohne Augenschutz im Freien verbringt. (Quelle: Bill Oxford/getty-images-bilder)

Eine gutartige Veränderung am Auge könnte mehr über die Haut verraten als gedacht. Australische Forscher haben einen Zusammenhang mit einer häufigen Form von Hautkrebs gefunden.

Es beginnt meist am inneren Augenwinkel: Dort wächst weißliches oder rosafarbenes Gewebe langsam in Richtung Augenmitte. Ärzte sprechen von einem Pterygium, auch Flügelfell oder „Surfer’s Eye“ genannt. Diese Veränderung ist kein Krebs. Eine neue Studie der University of Western Australia in Perth legt jedoch nahe, dass Menschen mit einem bestehenden oder vergangenen Pterygium möglicherweise häufiger an bestimmten Formen von Hautkrebs erkranken. Die australische Studie wurde kürzlich im Fachjournal „Clinical & Experimental Ophthalmology“ veröffentlicht.

Hinweise auf die frühere UV-Belastung

Für die Studie werteten die Forscher die Daten von 3.888 Teilnehmenden einer Langzeitstudie in der westaustralischen Gemeinde Busselton aus. Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 64,2 Jahren.

Bei 795 Teilnehmern lag ein sogenannter Keratinozyten-Hautkrebs in der Vorgeschichte vor. Dazu zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom – die beiden häufigsten Formen des sogenannten weißen Hautkrebses. Davon unterscheidet sich das Melanom, das auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet wird. Bei 59 Menschen hatten Ärzte in der Vergangenheit ein Melanom festgestellt.

Um herauszufinden, ob die Augen etwas über das Hautkrebsrisiko verraten, betrachteten die Forscher drei Merkmale am Auge: ein Pterygium, Veränderungen der Bindehaut unter ultraviolettem Licht sowie Kurzsichtigkeit. Sie alle können in unterschiedlicher Weise Hinweise auf die frühere UV-Belastung geben. Anschließend verglichen die Wissenschaftler die Diagnosen.

Pterygium geht häufiger mit Hautkrebs einher

Fortgeschrittenes Pterygium: Bei der gutartigen Wucherung wächst weißliches oder rosafarbenes Gewebe langsam in Richtung Augenmitte. (Quelle: Srisakorn/getty-images-bilder)

Nach Berücksichtigung möglicher Störfaktoren zeigte sich ein Zusammenhang: Wer in der Vergangenheit die Diagnose Keratinozyten-Hautkrebs bekommen hat, hatte auch häufiger ein Pterygium. Besonders deutlich fiel der Zusammenhang bei Menschen aus, die nach eigenen Angaben bereits ein Pterygium operativ entfernen ließen.

Auch wenn es sich bei diesen Ergebnissen nur um Beobachtungen handelt, sehen die Autoren einen klaren Zusammenhang: „Im Gesamtkontext betrachtet stützen unsere Ergebnisse die Schlussfolgerung, dass Personen, die ein Pterygium hatten oder bei denen ein Pterygium entfernt wurde, eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Diagnose eines Keratinozyten-Hautkrebses aufweisen – und umgekehrt.“ Ihnen zufolge sollten Ärzte Personen mit einem Pterygium daher darüber aufklären, dass bei ihnen ein erhöhtes Hautkrebsrisiko besteht.

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