Ärzte verkünden Untersuchungsergebnis
Papst Leo hat Lungenkrebs – Teil von Lungenflügel entfernt
Aktualisiert am 14.10.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Vatikan meldet neue Details nach dem Eingriff bei Papst Leo XIV. Ein entfernter Knoten in der Lunge wurde als bösartig eingestuft.
Der bei Papst Leo operativ entfernte Knoten in der Lunge war bösartig – der Papst ist an Lungenkrebs erkrankt. Das teilte der Vatikan am Dienstagabend mit. Der leitende Chirurg, Stefano Margaritora, der den Papst operiert hatte, und sein Leibarzt, Dr. Luigi Carbone, erklärten in einer Stellungnahme, dass der Eingriff etwa 90 Minuten dauerte und erfolgreich verlief, ohne dass Komplikationen auftraten.
„Um den Eingriff kurativ zu gestalten, wurde der Unterlappen der rechten Lunge mithilfe einer videoassistierten Technik entfernt“, erklärten sie und machten damit deutlich, dass das Ziel darin bestand, das gesamte Krebsgewebe zu entfernen. Gewebeproben, die während der Operation entnommen wurden, hätten den Verdacht der Ärzte bestätigt, dass es sich um ein Lungenkarzinom handelt, wie schon nach vorherigen Tests vermutet worden war.
Im Video | So sah Papst Leo XIV. früher aus
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Der Eingriff in der Gemelli-Klinik in Rom sei aber erfolgreich verlaufen. Der Pontifex sei normal aufgewacht und erhole sich in seinem Krankenzimmer. Die Diagnose kann gleichwohl einen erheblichen gesundheitlichen Rückschlag für den Papst bedeuten. Eine Prognose dazu gab es am Dienstag zunächst aber nicht.
Bislang keine Angaben zum Krebsstadium
Außenstehende Mediziner erklärten, zur Beurteilung des Falls und der Prognose müsse man die Größe des entfernten Tumors sowie die Information kennen, ob sich der Krebs auf die Lymphknoten ausgebreitet habe. Dazu machte der Vatikan aber keine Angaben. „Wir kennen zwar die Diagnose, aber bisher nicht das Stadium. Dies ist entscheidend für die Prognose und die Behandlung“, sagte Stephen Liu, Lungenkrebsexperte an der Georgetown University in Washington und Abteilungsleiter für Hämatologie und Onkologie am MedStar Georgetown University Hospital.
„Wenn es sich um einen kleinen Lungenkrebs ohne Befall der Lymphknoten handelt, dürfte die Operation allein bereits heilend wirken“, sagte Liu der Nachrichtenagentur Reuters. „Sollte die abschließende Analyse jedoch einen größeren Befall durch den Krebs ergeben, deutet dies auf eine schlechtere Prognose hin.“
Papst Leo XIV. gab Knoten an der Lunge selbst bekannt
Leo hatte am Sonntag überraschend bekanntgegeben, dass bei einer Kontrolluntersuchung in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei, noch in einem „sehr frühen Stadium“. Auf Anraten der Ärzte habe er sich zu einer Operation entschlossen. Der Eingriff erfolgte nun nur zwei Tage später. Leo werde voraussichtlich etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben und alle seine öffentlichen Termine bis zum 20. Oktober seien abgesagt worden, hieß es.
Er liegt im Gemelli-Krankenhaus, wo auch mehrere seiner Vorgänger schon behandelt wurden. Die Päpste haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden. Dort wurde bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren auch Leos Vorgänger behandelt, Papst Franziskus. Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.
