Unfall auf dem Norisring
DTM-Pilot nach Horrorcrash: „Dankbar, am Leben zu sein“
Aktualisiert am 05.07.2026 – 15:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim DTM-Rennen auf dem Norisring kommt es zu einem schweren Unfall. Am Tag danach meldet sich einer der beteiligten Fahrer aus dem Krankenhaus – mit bewegenden Worten.
Kelvin van der Linde hat sich nach seinem Horrorcrash beim ersten Lauf des DTM-Wochenendes auf dem Norisring aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet. „Ich bin heute Morgen aufgewacht und dankbar dafür, am Leben zu sein und den schlimmsten Unfall meiner Karriere ohne schwere Verletzungen überstanden zu haben“, schrieb der Südafrikaner am Sonntag auf Instagram.
Das Erlebnis sei für ihn ein „Weckruf“ gewesen. „Man weiß nie, was hinter der nächsten Kurve auf einen wartet. Gleichzeitig war es eine Erinnerung daran, für jeden einzelnen Tag auf dieser Erde dankbar zu sein“, erklärte der 30-Jährige weiter. Bei seinem BMW-Team bedankte er sich für den Bau eines unglaublich sicheren Rennwagens: „Ihr habt mir das Leben gerettet.“
Van der Linde hat Glück im Unglück
Rund 20 Minuten vor Rennende hatte Lamborghini-Pilot Maximilian Paul am Samstag in einer schnellen Passage vor Kurve eins des Nürnberger Stadtkurses die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in die Leitplanke geprallt. Der Wagen schleuderte anschließend in Richtung der Spitzkehre und traf den BMW von van der Linde ungebremst an der Fahrertür.
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Der Vizemeister von 2024 hatte dabei Glück im Unglück und erlitt lediglich Prellungen, wie Teamchef Torsten Schubert am Sonntagmorgen erklärte. Dennoch konnte van der Linde beim zweiten Lauf nicht an den Start gehen. „Jetzt liegt mein voller Fokus auf der Genesung. Ich hoffe, bald wieder im Auto sitzen zu können, sobald die Blutergüsse abgeklungen sind“, schrieb er.
Paul bricht sich bei Unfall den Unterschenkel
Weniger Glück hatte dagegen Maximilian Paul. Der 26-Jährige zog sich bei dem Unfall einen Bruch des Unterschenkels zu. Sein Teamchef Gottfried Grasser sagte bei ProSieben: „Die OP ist gut verlaufen.“ Wann Paul ins Cockpit zurückkehren kann, sei allerdings noch unklar. „Die Genesung muss anständig sein, damit alles verheilt“, betonte Grasser.
Unklar ist weiterhin, was den Unfall ausgelöst hat. Grasser vermutete eine Ölspur als Ursache. An der Stelle, an der Paul die Kontrolle über seinen Lamborghini verlor, war zuvor McLaren-Pilot Timo Glock verunglückt. Dieser Darstellung widersprach Volker Strycek, Projektleiter des McLaren-Teams Dörr Motorsport. „Was man uns unterstellt, ist völlig sinnlos“, sagte er laut „motorsport-magazin.com“. So habe Glocks Auto lediglich 0,7 Liter Öl in Form eines Sprühnebels verloren.
