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Politik

US-Präsident mit Kritik an Deutschland

wochentlich.deBy wochentlich.de29 April 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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US-Präsident mit Kritik an Deutschland
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Trump greift Merz an

„Kein Wunder, dass es Deutschland schlecht geht“


Aktualisiert am 29.04.2026 – 07:26 UhrLesedauer: 2 Min.

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Friedrich Merz (l.) und Donald Trump: Der US-Präsident attackiert den Kanzler. (Quelle: Jonathan Ernst/reuters)

Das Verhältnis zwischen Trump und Merz galt zunächst als stabil. Doch nun greift der US-Präsident den Kanzler an.

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz attackiert. In einem Truth-Social-Post schrieb er: „Der Kanzler von Deutschland, Friedrich Merz, findet es okay, wenn der Iran eine Nuklearwaffe hat. Er hat keine Ahnung, wovon er spricht! Wenn der Iran eine Nuklearwaffe hätte, würde er die ganze Welt in Geiselhaft nehmen. (…) Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, wirtschaftlich und in anderen Belangen.“

Eigentlich gilt das Verhältnis zwischen Trump und Merz als gut, und Merz hat in zahlreichen öffentlichen Stellungnahmen wiederholt betont, der Iran dürfe nicht über Nuklearwaffen verfügen. Worauf sich Trumps Tirade also bezieht, ist nicht klar. Merz hatte am Montag erklärt, die USA hätten keine echte Strategie im Krieg gegen den Iran: „Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben.“

Deutsche und Europäer seien beim Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran nicht gefragt worden, so Merz. Er habe seine Skepsis US-Präsident Donald Trump mittlerweile zweimal mitgeteilt. „Wenn ich gewusst hätte, dass es fünf Wochen, sechs Wochen so weitergeht und immer schlimmer wird, dann hätte ich es ihm noch eindringlicher gesagt.“

Merz weiter: „Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen.“ Deshalb sei der Krieg gegen Iran unüberlegt gewesen. „Insofern hoffe ich, dass das so schnell wie möglich zu Ende geht.“

Die Amerikaner seien im Iran „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“, kritisierte Merz. Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. „Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln – oder eben sehr geschickt nicht verhandeln“, sagte Merz. „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden.“

„Es ist im Augenblick eine ziemlich vertrackte Lage“, sagte der Bundeskanzler. „Und es kostet uns sehr viel Geld. Dieser Konflikt, dieser Krieg gegen den Iran hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Wirtschaftsleistung.“

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