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Die Entscheidung der US-Regierung, Exportkontrollen für die leistungsstärksten KI-Modelle von Anthropic einzuführen, wird von der Europäischen Kommission geprüft, die die Auswirkungen für EU-Nutzer prüft.
Am Freitag erließ die Trump-Administration eine Richtlinie, die Ausländern die Nutzung der KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 von Anthropic unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken verbietet und das Unternehmen dazu zwingt, allen Nicht-US-Nutzern, einschließlich Europäern, den Zugang zu sperren.
Fable 5 und Mythos 5 gelten als hochmoderne Modelle. Der Zugriff war zunächst auf eine ausgewählte Gruppe von Benutzern beschränkt, um deren Potenzial zur Identifizierung und Ausnutzung von Schwachstellen für Cyberangriffe einzuschätzen.
„Wir sehen, dass eine neue Generation hochleistungsfähiger KI-Modelle auf den Markt kommt. Diese Modelle bieten erhebliche Vorteile, auch für die Cyberabwehr, werfen aber auch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit auf, die angegangen werden müssen“, sagte Thomas Regnier, Sprecher der Europäischen Kommission für Technologiesouveränität, am Sonntag.
„Dies ist eine gemeinsame Herausforderung, die nicht auf eine einzelne Gerichtsbarkeit oder ein einzelnes Unternehmen beschränkt ist. Wir glauben, dass vor diesem Hintergrund ergriffene Notfallmaßnahmen keine Diskriminierung gegenüber Partnern darstellen sollten“, fügte er hinzu.
Für die Kommission ist dieser Vorfall ein weiteres Beispiel dafür, dass Europa seine technologische Souveränität stärken muss und dass die bestehenden EU-Gesetze zu Cybersicherheit und KI dem Block dabei helfen können, diese aufkommenden Risiken nach seinen eigenen Vorstellungen zu bewältigen.
„Wir schauen uns die praktischen Konsequenzen für die europäischen Nutzer dieser Dienste genau an“, sagte Regnier.
Anthropic-CEO Dario Amodei wird am Dienstag mit G7-Führern und den Geschäftsführern anderer führender KI-Unternehmen zu einem Arbeitsessen zusammenkommen.
