Seeblockade des Iran
Trumps Drohung lässt Ölpreis steigen
Von t-online, afp, reuters
14.08.2026 – 10:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Iran und die US-Regierung von Donald Trump können sich nicht auf eine Regelung für die Straße einigen. Der Ölpreis reagiert. Auch die Energieagentur IEA ist besorgt.
Die Androhung einer unbefristeten Seeblockade der USA gegen den Iran hat zum Wochenschluss für Nervosität am Ölmarkt gesorgt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI zogen um jeweils ein halbes Prozent auf 87,49 Dollar beziehungsweise 81,75 Dollar je Fass an. Auf Wochensicht verteuerte sich Öl damit um gut vier Prozent. Das breitere geopolitische Umfeld verhindere einen stärkeren Preisrückgang, sagte Susan Bell, Senior Vice President für Ölrohstoffmärkte bei Rystad Energy.
Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge – bislang ohne Erfolg.
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So hatte die Regierung von US-Präsident in der Nacht zu Freitag angekündigt, dass sie die Seeblockade gegen den Iran auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten und den wirtschaftlichen Druck auf Iran erhöhen könnten, da die Waffenstillstandsgespräche stocken.
Energiebehörde IEA warnt
Erst in der Nacht zu Freitag waren in der Straße von Hormus zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM.
Auch die Internationale Energiebehörde IEA verfolgt die jüngste Entwicklung am Golf. In ihrem Monatsbericht August hielt die Energieagentur in dieser Woche fest: „Das weltweite Ölangebot stieg im Juli um 2,4 Millionen Barrel pro Tag auf 101,5 Millionen Barrel pro Tag. Der Ausstoß lag jedoch weiterhin um 6,3 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorjahresniveau, da die Förderung in der Golfregion im Umfang von 8,3 Millionen Barrel pro Tag nach wie vor ausfiel.“
Die Warnung der Behörde: „Erneute Feindseligkeiten und Störungen im Seeverkehr im Juli und Anfang August beeinträchtigten die Erholungsbemühungen.“
