Chrome-Update

Google schließt 382 Sicherheitslücken im Browser


01.07.2026 – 15:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Google Chrome auf dem Tablet: Durch den Einsatz von KI werden deutlich mehr Schwachstellen entdeckt. (Quelle: Zoonar/imago)

Google hat mit einer neuen Version seines Browsers Chrome 382 Sicherheitslücken geschlossen, 15 davon gelten als kritisch. Auch Nutzer anderer Browser sind betroffen und sollten handeln.

382 Sicherheitslücken hat Google mit einer neuen Version des Browsers Chrome geschlossen. 15 davon stuft das Unternehmen als kritisch ein, 67 weitere als hoch. Wer Chrome nutzt, sollte den Browser dringend aktualisieren.

Unter Windows und Mac trägt die abgesicherte Fassung die Nummer 150.0.7871.46 beziehungsweise .47, unter Linux 150.0.7871.46. Für Android steht die Version 150.0.7871.63 bereit, die dort behobenen Lücken entsprechen denen der Computerversion.

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In der Regel aktualisiert sich Chrome selbst. Wer nachsehen möchte, ob die aktuelle Version bereits installiert ist, öffnet über das Drei-Punkte-Menü die Browsereinstellungen und wählt unter „Hilfe“ den Punkt „Über Google Chrome“. Auf Mobilgeräten läuft die Aktualisierung über den jeweiligen App-Store und kann sich dort verzögern.

Auch Edge, Vivaldi und Brave betroffen

Chrome basiert auf der quelloffenen Software Chromium, die auch anderen Browsern zugrunde liegt. Microsoft Edge, Vivaldi und Brave dürften deshalb in den kommenden Tagen ebenfalls umfangreiche Updates erhalten. Dass Angreifer eine der geschlossenen Lücken bereits ausnutzen, ist laut Google bislang nicht bekannt.

Die meisten Schwachstellen hat Google nach eigenen Angaben selbst gefunden. Für 14 Lücken, die externe Sicherheitsforscher gemeldet hatten, zahlte das Unternehmen Prämien. Die höchste Summe von 36.000 US-Dollar entfiel auf einen Fehler in der Grafikverarbeitung des Browsers, zwei weitere Meldungen brachten je 10.000 Dollar ein. Zu einzelnen Fehlern nennt Google zunächst keine Details, bis die meisten Nutzer das Update installiert haben.

Die Zahl der behobenen Schwachstellen ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Der Grund liegt vor allem im Einsatz Künstlicher Intelligenz: Moderne KI-Programme spüren solche Lücken inzwischen deutlich zuverlässiger auf. Denselben Anstieg zeigen auch andere Projekte, etwa der Browser Firefox. Beim entsprechenden Chrome-Update ein Jahr zuvor wurden lediglich drei Lücken geschlossen.

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