Unwetter
Dachstuhl in Flammen – Holzsplitter fliegen 50 Meter weit
03.06.2026 – 03:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Gewitter trifft Bergisch Gladbach mit voller Wucht. Gleich mehrere Blitzeinschläge fordern die Feuerwehr.
Ein schweres Unwetter hat am Dienstagabend die Feuerwehr Bergisch Gladbach bei Köln auf Trab gehalten. Ein Blitzeinschlag setzte das Dach eines Einfamilienhauses im Stadtteil Alt-Refrath in Brand – und war nur einer von mehreren Einsätzen, die in kurzer Zeit nacheinander gemeldet wurden.
Die Feuerwehr rückte um 17.58 Uhr aus. Kurz zuvor, um 16.53 Uhr, hatte der Deutsche Wetterdienst bereits eine offizielle Unwetterwarnung für den Rheinisch-Bergischen Kreis herausgegeben, mit Hinweisen auf Blitzschlag, umstürzende Bäume, herabstürzende Gegenstände, Hagelschlag sowie vereinzelte Überflutungen und Aquaplaning.
Bewohner retten sich unverletzt aus brennendem Haus
Als die ersten vier Einheiten am Einsatzort ankamen, brannte es im Dachbereich des Einfamilienhauses bereits. Die beiden Bewohner hatten das Gebäude rechtzeitig und unverletzt verlassen. Auch die zwei Katzen, die im Haus lebten, blieben unversehrt.
Die Feuerwehr löschte das Feuer mit mehreren Schläuchen und einer Drehleiter. Zwei Gruppen mit Atemschutzmasken gingen dabei ins Innere des Gebäudes vor, während weitere Kräfte von außen löschten. So konnte sich das Feuer nicht weiter ausbreiten. Gegen 19.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Danach prüften die Einsatzkräfte den Brandherd sorgfältig und gaben erst gegen 20.30 Uhr Entwarnung.

Noch während die Löscharbeiten in Alt-Refrath liefen, traf ein weiterer Blitz in der Bergisch Gladbacher Stadtmitte einen Baum und beschädigte ihn schwer. Die Wucht des Einschlags war so groß, dass Holzstücke und Baumteile bis zu 50 Meter weit flogen. Ein angrenzendes Wohnhaus und mehrere geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt. Ein Fenster des Hauses wurde zerstört, Teile eines Vordachs und die Fassade ebenfalls. Verletzt wurde niemand. Der Löschzug Paffrath/Hand rückte für diesen Einsatz aus.
Mehrere Einsätze gleichzeitig – Feuerwehr reorganisiert sich
Weil die Feuerwehr an mehreren Stellen gleichzeitig gefordert war, besetzte der Löschzug Bensberg vorübergehend die Feuer- und Rettungswache 2, damit die Stadt auch für weitere Notfälle abgesichert blieb. Kräfte des Löschzugs Paffrath/Hand, die nicht vor Ort gebunden waren, übernahmen zeitgleich die Absicherung der Feuer- und Rettungswache 1.
Später am Abend kam in Bensberg ein weiterer Einsatz hinzu: Der Löschzug Bensberg unterstützte dort den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall. Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach im Einsatz, darunter die beiden hauptamtlichen Feuer- und Rettungswachen, mehrere ehrenamtliche Löschzüge sowie ein Rettungswagen.
