„Unter uns“
Kölner Serien-Star kritisiert Druck auf Schauspielerinnen
16.06.2026 – 09:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Kölns „Unter uns“-Star Nadine Menz rechnet mit dem Altersdruck in Film und TV ab. Vor allem Schauspielerinnen ab Mitte 40 gerieten ins Abseits.
Kölns „Unter uns“-Star Nadine Menz kritisiert den Umgang der Film- und Fernsehbranche mit älter werdenden Schauspielerinnen. Die 36-Jährige, die in Köln lebt und seit 2025 in der RTL-Serie „Unter uns“ zu sehen ist, sieht Frauen ab einem gewissen Alter weiterhin klar benachteiligt.
„Es ist nach wie vor ein großes Problem, dass Frauen in der Branche ab Mitte 40 deutlich weniger stattfinden“, sagte Menz der Deutschen Presse-Agentur. Besonders absurd seien die Sprünge bei Rollenangeboten: „Erst spielt man den Teenager, dann die Mutter und gefühlt fünf Minuten später schon die Oma.“ Im echten Leben lägen zwischen diesen Lebensphasen Jahrzehnte.
Menz: Druck auf Frauen im Film- und Fernsehgeschäft deutlich höher
Menz spielt in der in Köln gedrehten RTL-Serie die Hotelkauffrau Naomi Schönfeld. Für die Schauspielerin ist der Druck auf Frauen im Film- und Fernsehgeschäft deutlich höher als auf Männer. „Frauen wird oft regelrecht verboten zu altern“, sagte sie. Bei Männern dagegen werde Älterwerden häufig als „attraktiv, reif und charismatisch“ wahrgenommen. Diese Doppelmoral dürfe es so nicht geben.
Die Schauspielerin, die aus Bonn stammt, war neben „Unter uns“ bereits in Formaten wie „Die Rosenheim-Cops“, „SOKO Stuttgart“ und „Das Traumschiff“ zu sehen. Schon früh stand Menz auf der Bühne.
Gefühl für natürliches Altern geht verloren
Sie beobachte, dass viele Menschen heute kaum noch ein Gefühl dafür hätten, wie natürliches Altern aussehe. „Viele vergleichen sich inzwischen sogar mit künstlicher Intelligenz oder komplett bearbeiteten Bildern“, sagte Menz. Dadurch entstehe ein Anspruch, der im echten Leben gar nicht erfüllbar sei.
Beim Blick auf Hollywood-Premieren der 90er-Jahre falle ihr auf, wie unterschiedlich und individuell schön Menschen damals gewesen seien. Heute sähen viele dagegen ähnlich aus: „gleiche Nase, gleiche Lippen, gleiche Wangenknochen“.
