Deutschlandtrend der ARD
Union sackt in Umfrage weiter ab
06.08.2026 – 18:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Die AfD baut ihren Vorsprung zur Union in einer Umfrage weiter aus. Die Hoffnung auf einen Stimmungsumschwung durch Merz Kabinettsrochade verpufft.
Die Unionsparteien sinken im ARD-„Deutschlandtrend“ weiter in der Wählergunst. In der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap für den öffentlich-rechtlichen Sender kommt die CDU/CSU nur noch auf 21 Prozent, ein Punkt weniger als Anfang Juli und ihr schwächster Wert seit November 2021. Die AfD verbessert sich um einen Punkt auf 28 Prozent und vergrößert damit ihren Vorsprung auf die Union.
Die Werte aller übrigen Parteien bleiben unverändert. Die Grünen liegen mit 15 Prozent auf dem dritten Platz. Die SPD erreicht zwölf Prozent, dicht gefolgt von der Linkspartei mit elf Prozent. Alle übrigen Parteien bleiben unterhalb der Fünfprozenthürde, darunter BSW und die FDP unter ihrem neuen Vorsitzenden Wolfgang Kubicki.
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Was den Umgang mit der AfD anbelangt, sprechen sich der Umfrage zufolge 27 Prozent der Befragten dafür aus, eine Zusammenarbeit mit der Partei zu suchen – dies sind jedoch vor allem AfD-Anhänger. 32 Prozent plädieren dafür, über eine Zusammenarbeit von Fall zu Fall zu entscheiden. 37 Prozent würden eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen. Zuletzt hatte Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) für einen anderen Umgang mit der AfD geworben. Sein Amtskollege Sven Schulze (CDU) setzt in Sachsen-Anhalt auf eine klare Abgrenzung nach Rechtsaußen.
Mehrheit sieht Kabinettsumbildung skeptisch
Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September können die Wahlkampfteams von Schwarz-Rot in den drei Bundesländern wohl nicht mit Rückenwind aus dem Bund rechnen.

Mit der Arbeit der Bundesregierung sind demnach wie im Vormonat lediglich 13 Prozent der Befragten zufrieden. 85 Prozent äußerten sich unzufrieden, das ist ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerten sich 14 Prozent zufrieden (plus ein Punkt), 84 Prozent hingegen unzufrieden.
