Ein weiteres Zeichen für die zunehmende Popularität des Behindertensports in Deutschland ist, dass die ARD erstmals Teile der Paralympischen Spiele 2024 in Paris live zur besten Sendezeit überträgt. „Paralympics zur besten Sendezeit! Das ist historisch, das ist großartig!“, sagt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes. „Aber es ist auch angemessen und überfällig“, fügt er hinzu. Die Entscheidung der ARD bietet den Sportlern und ihren großartigen Leistungen eine wohlverdiente Bühne. Doch unabhängig davon, wie die Veranstaltungen im Fernsehen übertragen werden, vollbringen die Athleten außergewöhnliche Leistungen. Lernen wir drei Mitglieder des deutschen Paralympics-Teams kennen.
Markus Rehm: Weitsprung
Markus Rehm ist einer der erfahrensten und erfolgreichsten Teilnehmer des deutschen Paralympics-Kaders. Der 35-Jährige, der seit einem Wakeboard-Unfall in seiner Jugend eine Unterschenkelprothese trägt, hat allein bei Paralympics vier Goldmedaillen gewonnen: drei im Weitsprung und eine mit der 4×100-Meter-Staffel. In beiden Disziplinen hält er Weltrekorde, mit einem Weitsprungrekord von 8,72 Metern und 40,52 Sekunden mit der Staffel. Für Paris konzentriert sich Rehm auf den Weitsprung. Was ihm der Sport bedeutet, hat er einmal so beschrieben: „Heute würde ich nie wieder eine Medaille gegen ein gesundes Bein eintauschen.“
