Leoniden erreichen ihren Höhepunkt

Sternschnuppen über NRW: Auf diese Uhrzeit kommt es an

06.11.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Leoniden-Meteorschauer am Himmel (Archivbild): In Köln und Nordrhein-Westfalen sind die Sternschnuppen in der Nacht vom 17 auf den 18. November besonders gut zu sehen. (Quelle: IMAGO/Liu Dapeng/imago)

Mitte November ziehen die Leoniden über Köln und NRW. Wer sie entdecken möchte, braucht Geduld. In der Eifel gibt es eigens eingerichtete Beobachtungsplätze.

Wer in Köln und Nordrhein-Westfalen Sternschnuppen beobachten möchte, sollte sich die Nacht vom 17. auf den 18. November vormerken. Dann erreichen die Leoniden 2026 ihr Maximum. Der Arbeitskreis Meteore erwartet den Höhepunkt gegen 0.45 Uhr deutscher Zeit. Voraussetzung für die Beobachtung ist ein möglichst klarer Himmel.

Der Meteorschauer ist vom 6. bis zum 30. November aktiv. Auch in den Nächten rund um das Maximum können deshalb Leoniden auftauchen. Die Leuchtspuren entstehen, wenn Staubteilchen des Kometen 55P/Tempel-Tuttle in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen.

Leoniden in NRW: Die beste Zeit ist nach Mitternacht

Für die Beobachtung eignen sich vor allem die Stunden nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung. Die Nasa empfiehlt die frühen Morgenstunden nach Monduntergang. Das Mondlicht stört in der zweiten Nachthälfte kaum. Wer nur am frühen Abend schaut, verpasst das optimale Zeitfenster.

Erwartet werden rund 15 Meteore pro Stunde unter idealen Bedingungen. Das ist keine garantierte Ausbeute für einen Standort in Köln: Künstliches Licht und Wolken lassen die sichtbare Zahl sinken. Einen dichten Sternschnuppenregen sollten Beobachter deshalb nicht erwarten.

Leoniden 2026 rund um Köln: Ein dunkler Standort hilft

In Köln sollte der Beobachtungsplatz möglichst weit von Straßenlaternen und hell beleuchteten Gebäuden entfernt liegen und freie Sicht bieten. Eine Alternative sind die ausgewiesenen Sternenblicke rund um den Nationalpark Eifel. Dazu gehört der Standort „Nachtnatur“ in Nideggen-Schmidt am Aussichtspunkt „Zur Schönen Aussicht“. Dort ist Himmelsbeobachtung auf eigene Faust vorgesehen.

Die Nationalparkverwaltung empfiehlt solche Plätze im Umfeld des Schutzgebiets. Im Nationalpark selbst soll die Nacht den Tieren vorbehalten bleiben. Ob Wolken den Blick verhindern, sollten Besucher kurz vor der Fahrt anhand der aktuellen Wettervorhersage prüfen.

Sternschnuppen beobachten: Fernglas unnötig – Augen brauchen Zeit

Ein Teleskop oder Fernglas ist für die Leoniden nicht nötig. Mit bloßem Auge lässt sich ein größerer Teil des Himmels überblicken. Es ist auch nicht erforderlich, direkt zum Sternbild Löwe zu schauen: Die Meteore können weit davon entfernt aufleuchten.

Warme Kleidung, eine Decke und ein Liegestuhl machen längeres Beobachten angenehmer. Die Augen brauchen etwa 20 bis 30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Helle Handybildschirme und Taschenlampen stören die Anpassung.

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