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Sport

Uefa legt gegen Fifa-Chef nach – „Täuschung“

wochentlich.deBy wochentlich.de10 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Täuschung“

Uefa legt gegen Infantino nach – und diskutiert großen Schritt


Aktualisiert am 10.08.2026 – 12:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Gianni Infantino: Der Fifa-Präsident steht mächtig in der Kritik. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK)

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Der Gegenwind für Gianni Infantino bleibt heftig. Drei Kontinentalverbände legen in einem öffentlichen Brief nach.

Die Gegner von Gianni Infantino wollen den Druck auf den angezählten Fifa-Präsidenten hochhalten. In einem offenen Brief wandten sich die Dachverbände von Europa (Uefa), Asien (AFC) sowie Nord- und Mittelamerika und der Karibik (Concacaf) gemeinsam an die Öffentlichkeit.

Die zentrale Kritik: Infantino sei seiner Aufgabe nicht nachgekommen. Statt das Beste für den Fußball zu tun, sei er vor allem seinen eigenen Interessen gefolgt. „Wenn dieses Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich jemand über das Kollektiv stellt, das ihn mit Verantwortung betraut hat, wurde diese Verpflichtung aufgegeben“, kritisieren die drei Dachverbände in dem Dokument, das unter anderem von Uefa-Präsident Aleksander Čeferin, AFC-Boss Salman bin Ibrahim al-Chalifa und Concacaf-Chef Victor Montagliani unterzeichnet wurde.

Auch Concacaf-Chef Victor Montagliani kritisiert die Fifa-Führung.Vergrößern des Bildes
Auch Concacaf-Chef Victor Montagliani kritisiert die Fifa-Führung. (Quelle: IMAGO/Deccio Serrano)

Infantino steht massiv in der Kritik, seitdem seine Pläne an die Öffentlichkeit kamen, Anteile an der WM an private Investoren zu verkaufen. Da diese Idee auch nicht mit den Kontinentalverbänden abgesprochen war und wie eine Einzelentscheidung wirkte, gab es nicht nur aus Europa mächtig Gegenwind für den Fifa-Chef.

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Die drei Kontinentalverbände kritisierten nun in ihrem offenen Brief auch die Stellungnahme der Fifa zur Erklärung des Rückzugs des umstrittenen Plans. Dass Infantino vorher nicht die Verbände konsultiert und den Plan diskutiert habe, „ist nicht das Ergebnis eines Versehens – er ist das Ergebnis einer Absicht, die darauf abzielte, die Prüfung einzuschränken“. Ein Kern der Kritik: „Es wurde nicht eingeräumt, dass der Vorschlag an sich von Grund auf falsch war.“

Was wird aus der U20-WM?

Medienberichten zufolge diskutieren die Verbände eine mögliche Organisation eigener Wettbewerbe ohne Hilfe der Fifa. Anfang September startet beispielsweise die U20-WM der Frauen, ein von der Fifa organisiertes Turnier. Die Uefa jedoch kündigte bereits an, an ihrer Boykott-Drohung festzuhalten, sollte die Fifa nicht all ihre Bedingungen erfüllen. Das würde auch für die U20-WM gelten. Mit Polen, Frankreich, Spanien, Portugal, England und Italien sind gleich sechs europäische Nationen beim Turnier in Polen vertreten.

Der Uefa-Stellungnahme von vergangener Woche zufolge müsse der Plan zum Verkauf von Anteilen an den wichtigsten Fifa-Wettbewerben zurückgezogen werden und zudem sichergestellt werden, „dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden“, so die Uefa. „Diese Bedingungen sind nicht erfüllt“, hieß es weiter. Zudem bekräftigte die Uefa, dass sie das Vertrauen in Infantino verloren habe. Bisher machte der Schweizer Fifa-Chef aber noch keine Anstalten, seinen Posten zu räumen.

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