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Über 450 Jahre alt: Brauerei Maisach ist insolvent

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Januar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Über 450 Jahre alt: Brauerei Maisach ist insolvent
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Fassungslosigkeit bei den Kunden der traditionsreichen Brauerei in der Region. Mit Brauerei Maisach geht es wohl zu Ende. Woran das liegt.

Die traditionsreiche Maisacher Brauerei aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, gegründet 1556, hat Insolvenz angemeldet. Wie der „Merkur“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichten, habe Brauereichef Michael Schweinberger am Mittwoch die Einzelheiten in einer Pressekonferenz erläutert.

Demnach ist die finanzielle Situation der Brauerei schwierig. „Die Gläubigerliste ist lang, die Vermögensliste kurz“, so Schweinberger. Mehrere Krisen hätten der Firma schlussendlich das Genick gebrochen: Trotz der Erhöhung des Umsatzes auf fast zwei Millionen Euro im Jahr 2019, habe man die Gewinnschwelle wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie und später wegen der explodierenden Energiekosten und zunehmenden Inflation nicht erreicht.

Milchsäuresbakterien hinterließen 50.000 Euro Schaden

Dann habe es weitere Tiefschläge gegeben: So kaufte die Brauerei eine große Menge Hefe im Spätsommer ein, die aber mit Milchsäurebakterien kontaminiert war – bei dem Rückruf der Biere sei allein ein Schaden von 50.000 Euro entstanden. Später seien auch noch drei große Kunden aus der Region abgesprungen.

Derzeit beschäftigt die Brauerei zwei Festangestellte und sieben Teilzeitkräfte. Schweinberger hofft auf eine baldige Ernennung des Insolvenzverwalters, um die Idee einer Genossenschaft zur Rettung der Brauerei anzustoßen. Ob das Unternehmen gerettet werden kann, sei noch völlig offen, hieß es.

Immerhin: Die Produktion der Biere, hauptsächlich Helles, Dunkles und Kellerbier, kann in Maisach vorerst weitergehen: Im Silo befinde sich noch Malz und in den Tanks lagert Bier, das abgefüllt und verkauft werden kann. Bis Ende März möchte Schweinberger seine rund 40 gastronomischen Kunden im Landkreis weiterhin beliefern.

Er hatte seine Kunden und Investoren bereits in den Vorwochen über den Schritt informiert. Die Reaktionen seien dabei durchweg von Fassungslosigkeit geprägt gewesen, sagte er dem „Merkur“ am Mittwoch.

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