„Erneute sorgfältige Prüfung“

RTL zieht nach scharfer Kritik an TV-Show Konsequenzen


14.07.2026 – 14:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Calvin Kleinen und Charlotte Engelhardt: Sie moderieren die neue Show „Bad Boyfriends“. (Quelle: RTL / Pascal Bünning)

Die neue Show „Bad Boyfriends“ löste Diskussionen und Vorwürfe am Sender RTL aus. Das hat nun Folgen.

RTL reagiert auf Kritik an einem neuen Format. Am 30. Juni ging die Show „Bad Boyfriends“, moderiert von Charlotte Engelhardt und Calvin Kleinen, an den Start und löste kurz darauf Empörung aus. Grund dafür war, dass in Folge 4 ein Femizid thematisiert wurde, ohne dass der Sender diesen einordnete oder durch eine Triggerwarnung vorankündigte. Nun zieht RTL Konsequenzen.

In einem neuen Instagram-Beitrag des offiziellen RTL+-Accounts heißt es, man nehme das Feedback der Zuschauer sehr ernst. Nach einer „erneuten sorgfältigen Prüfung“ der bereits ausgestrahlten vierten Folge sowie der weiteren Folgen sei das Team zu dem Schluss gekommen, dass die Sensibilität der Thematik und der gezeigten Situation nicht ausreichend gekennzeichnet und eingeordnet wurde.

Michelle und Maki: Sie machen bei „Bad Boyfriends“ mit. (Quelle: RTL / Markus Hertrich)
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„Das bedauern wir“

„Das bedauern wir. Deshalb haben wir entschieden, die bereits ausgestrahlte Folge sowie die noch ausstehenden Folgen entsprechend anzupassen“, heißt es in dem Post. Tatsächlich wird inzwischen das gleiche Statement auch auf RTL+ vor Beginn der Folge eingeblendet. Zudem ist die kritisierte Äußerung über einen Femizid nicht mehr auffindbar.

Kandidat Maki Doric hatte in Folge vier beiläufig den gewaltsamen Tod einer Frau erwähnt. Ausgangslage war, dass seine Freundin Michelle Mišić ein Nacktvideo einer anderen Frau auf seinem Handy entdeckt hatte. Doric versuchte seine aufgewühlte Partnerin daraufhin davon zu überzeugen, dass er mit der anderen Frau nicht in Kontakt steht. In dem Zusammenhang erklärte er: „Es ist etwas passiert mit dieser Frau. Diese Frau wurde getötet von ihrem Freund.“

Es folgte scharfe Kritik an der ungefilterten Ausstrahlung. Auf Instagram schrieb jemand: „Wie wäre es, wenn ihr Femizide auch als solche thematisiert und das problematische Verhalten von Maki klar benennt?“ Ebenfalls zu lesen: „Ich frage mich, ob man so eine Aussage wirklich hätte senden müssen. Für mich wirkt das respektlos gegenüber den Angehörigen und macht aus einer tragischen Gewalttat einen beiläufigen TV-Moment. Solche Themen verdienen einen sensibleren Umgang.“

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