Wirbel um ESC-Juryvote

Moldaus TV-Chef tritt nach ESC-Abstimmung zurück

19.05.2026Lesedauer: 1 Min.

Moldau: In der Heimat von Satoshi gab es sehr unterschiedliche Meinungen zum ESC. (Quelle: IMAGO/Jessica Gow/TT)

Das Publikum in Moldau votete für Rumänien und die Ukraine. Die Jury entschied anders – nun zieht der Rundfunkchef Konsequenzen.

Beim Eurovision Song Contest gibt es jedes Jahr zwei Stimmen pro Land: die des Publikums und die einer offiziellen Jury. In Moldau klafften diese beiden Voten beim ESC 2026 besonders weit auseinander. Das hat Konsequenzen, wie in der Nacht zu Dienstag bekannt wurde.

Das moldauische Publikum vergab die Höchstpunktzahl zwölf an das Nachbarland Rumänien und zehn Punkte an die Ukraine. Die offizielle Jury des Landes entschied sich dagegen für zwölf Punkte für Polen und zehn für Israel. Rumänien erhielt von der Jury lediglich drei Punkte, die Ukraine gar keinen. In den sozialen Medien folgten Proteste. Vlad Turcanu, Generaldirektor des moldauischen Rundfunks und Fernsehens, ist daraufhin zurückgetreten.

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Auf einer Pressekonferenz erklärte Turcanu, dass allein die Jury über die Expertenstimmen Moldaus entschieden habe. „Wir haben uns von der Juryentscheidung distanziert, aber es bleibt unsere Verantwortung, in erster Linie meine Verantwortung als Leiter dieser Institution“, sagte er. „Das war meine Entscheidung.“

Moldau pflegt traditionell enge Beziehungen zu seinen Nachbarländern Rumänien und der Ukraine. Beim Gesamtergebnis des ESC kam Rumänien beim Publikumsvoting aller Länder auf Rang zwei, bei den Jurys hingegen nur auf Platz 13. Insgesamt reichte das für den dritten Platz. Den Sieg holte Dara aus Bulgarien, die sowohl beim Jury- als auch beim Publikumsvote vorn lag. Den zweiten Platz sicherte sich Israel.

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