Wasser statt Maß

„Löwen“-Profi erklärt seinen Oktoberfest-Abend ohne Bier


30.09.2026 – 16:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Tunay Deniz auf dem Weg ins Hacker Festzelt: Der 32-Jährige nutzte den Wiesn-Abend auch, um die Niederlage in Burghausen endgültig zu verkraften.

Tunay Deniz auf dem Weg ins Hacker-Festzelt: Der 32-Jährige nutzte den Wiesn-Abend auch, um die Niederlage in Burghausen hinter sich zu lassen. (Quelle: Imago/Ulrich Wagner)

Beim Wiesn-Teamabend der „Löwen“ lässt es sich Tunay Deniz gut gehen – allerdings ohne Alkohol. Der Mittelfeldspieler spricht über einen Trick auf dem Spielfeld und sein Traumtor.

Pünktlich und bestens gelaunt schritten die Spieler des TSV 1860 München in Begleitung ihrer Frauen am Dienstagabend die Treppen zur Empore im Hacker Festzelt hinauf. Von Frust war drei Tage nach der ersten Saisonniederlage in der Regionalliga bei Wacker Burghausen (1:3) nichts zu spüren. Auch wenn Mittelfeldspieler Tunay Deniz zugab: „Die Pleite ist natürlich immer noch ärgerlich. Wir haben aber versucht, das Spiel so schnell wie möglich zu vergessen.“

Ein geselliger Mannschaftsabend bei zünftigen Brotzeitplatten und der einen oder anderen Maß Bier kam dabei gerade zur richtigen Zeit. „Nach dem Wochenende tut es auch mal ganz gut, die Köpfe freizubekommen“, sagte Deniz. Wobei der 32-Jährige selbst nicht zum Bier griff. „Aus religiösen Gründen“, wie der Deutsch-Türke erklärte. „Ich trinke nur Wasser oder Spezi.“

„Sechzger-Marsch“ im „Himmel der Bayern“

Sorge, dass einer seiner Teamkollegen über die Stränge schlagen könnte, hatte Deniz nicht. „Ich glaube, dass sich da jeder selbst unter Kontrolle hat“, sagte er, während im Hintergrund TSV-Präsident Gernot Mang gemeinsam mit den Spielern Arian Calderon und Michael Eberwein sowie Stadionsprecher Sebastian Schäch den „Sechzger“-Marsch im „Himmel der Bayern“ dirigierte.

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Eine Aufgabe, die eigentlich auch bestens zu Deniz gepasst hätte. Schließlich ist der gebürtige Berliner der Denker und Lenker im „Löwen“-Mittelfeld und gibt auf dem Feld den Takt vor. Dabei hat er es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Jungen im Team ein wenig an die Hand zu nehmen. Allen voran Emre Erdoğan, der wie er selbst ebenfalls türkische Wurzeln hat. Als „großer Bruder“ versuche er den 19-Jährigen auf dem Platz zu unterstützen.

Deniz träumt vom „Tor des Jahres“

Die beiden haben dafür sogar einen kleinen Trick. „Wenn es so sein muss, dass der Gegner uns nicht versteht, sprechen wir gerne auch mal auf Türkisch miteinander.“ Mit Trainer Alper Kayabunar sei das ebenfalls der Fall. „Taktische Anweisungen gibt er mir meist auf Türkisch“, erklärte Deniz.

Wobei der 32-Jährige in seinem Spiel vor allem davon lebt, Freiheiten zu haben und seine Kreativität auf dem Feld ausleben zu können. So wie beim 2:2-Remis Anfang September gegen die DJK Vilzing, als er aus über 50 Metern zum zwischenzeitlichen 2:1 traf. Angesprochen darauf, ob er hoffe, damit in der ARD-„Sportschau“ bei der Wahl zum Tor des Monats zu gewinnen, antwortete Deniz mit einem verschmitzten Lächeln: „Ich hoffe, es wird das Tor des Jahres.“

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