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You are at:Home»Finanzen»Türkische Zentralbankchefin muss zu Eltern zurückziehen
Finanzen

Türkische Zentralbankchefin muss zu Eltern zurückziehen

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Dezember 2023Keine Kommentare2 Mins Read
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Türkische Zentralbankchefin muss zu Eltern zurückziehen
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Die Mieten in der türkischen Metropole Istanbul steigen und steigen. Das zwingt die mächtigste Bankerin des Landes zu einem ungewöhnlichen Schritt.

Der Mietmarkt in der türkischen Millionenmetropole Istanbul überfordert offenbar sogar die mächtigste Bankerin des Landes: Hafize Gaye Erkan, seit Juni amtierende Chefin der türkischen Zentralbank, ist nach eigenen Angaben wieder bei ihren Eltern eingezogen. „Wir haben keine Unterkunft in Istanbul gefunden. Es ist furchtbar teuer. Wir sind bei meinen Eltern untergekommen“, sagte die 44-jährige Erkan in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Hürriyet“.

„Kann es sein, dass Istanbul teurer als Manhattan geworden ist?“, fragte Erkan in dem Interview weiter. Vor ihrer Berufung an die Spitze der türkischen Zentralbank hatte die 44-Jährige zwei Jahrzehnten lang in den USA gelebt – und dort in Führungspositionen bei mehreren Großbanken gearbeitet, unter anderem Goldman Sachs.

Inflation liegt bei 62 Prozent

Die Türkei erlebt seit Monaten eine massive Inflation: Im November lag die Teuerungsrate bei 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Istanbul stiegen in derselben Zeit die Mieten laut einer Studie der in der Stadt angesiedelten Bahçesehir-Universität um 77,1 Prozent.

Als Gegenmaßnahme hat die türkische Regierung Mietpreiserhöhungen auf 25 Prozent begrenzt. Experten zufolge hat diese Maßnahme die Lage auf dem Mietmarkt jedoch weiter verschärft: Vermieter versuchten nun mit allen Mitteln und teils auch auf illegale Weise, ihre Mieter loszuwerden, um Immobilien dann um ein Vielfaches teurer neu zu vermieten.

Zur Bekämpfung der Inflation hat die türkische Zentralbank unter der Leitung Erkans den Leitzins um 8,5 Prozentpunkte auf mittlerweile 40 Prozent erhöht. Diese „geldpolitischen Verschärfungsmaßnahmen“ gingen nun jedoch zu Ende, sagte Erkan gegenüber „Hürriyet“.

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