Eralp „sprengt die Urnen“
Türkische Medien feiern Linke-Sieg in Berlin
Aktualisiert am 21.09.2026 – 09:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Türkische Medien beobachten die Wahlen in Deutschland. Über den Sieg von Elif Eralp in Berlin herrscht in dem Land große Freude. Die Linkenpolitikerin wählte selbst viel Pathos.
Elif Eralp macht auch in der Türkei Schlagzeilen – und das nicht nur, weil sie als Spitzenkandidatin der Linken bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus einen großen Erfolg erzielt hat. Auch die türkischen Wurzeln der Politikerin werden im Heimatland ihrer Eltern betont.
Im Video | Elif Eralp überrascht mit Dancemoves
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„Historisches Ergebnis in Deutschland: In Berlin geht der Sieg an die Partei der türkischstämmigen Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp“, titelte der Fernsehsender Halk TV. Und die Tageszeitung „Sözcü“ schrieb: „Türkische Kandidatin sprengt die Urnen; die Deutschen sagten ‚Elif‘!“
Eralp selbst hatte in ihrer Rede direkt nach der ersten Prognose am Abend auf Türkisch gesagt: „Wir haben Geschichte geschrieben, Freunde.“ Eralp wäre nicht nur Berlins erste linke Regierungschefin, sondern auch die erste mit Migrationshintergrund.
Linke-Spitzenkandidatin wurde 1981 in München geboren
Eralps Eltern flohen als Sozialisten und Gewerkschafter nach dem Militärputsch aus der Türkei, ihre Mutter war damals mit ihr schwanger. Geboren wurde Eralp dann 1981 in München. Die türkische Medienplattform „Serbestiyet“ schrieb am Abend: „Die Tochter einer Familie, die nach dem Putsch vom 12. September floh, steht in Berlin kurz vor dem Amt der Regierenden.“
Ihren historischen Sieg in Berlin feierte Elif Eralp selbst mit viel Pathos: „In unserer Stadt hat die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen“, rief die Linken-Spitzenkandidatin ihren Anhängern bei der Wahlparty ihrer Partei zu. „Ab heute verändern wir gemeinsam unser Berlin und machen es zu einem besseren Ort“, sagte die 1981 in München geborene Wahlsiegerin.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, bei der die AfD mit Abstand stärkste Partei wurde, kündigte Eralp mit Blick auf Berlin an: „Ich will die Hauptstadt zum Ort der Hoffnung und Solidarität machen. Ich bin die Antwort auf Sachsen-Anhalt.“