Wende für Klub
Absturz von 1860 München – wer jetzt nachrücken könnte
04.06.2026 – 09:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Der finanzielle K.o. von 1860 München hat nicht nur Einfluss auf die Bayern, sondern auch auf zwei Konkurrenten. Ein sportlicher Absteiger wird die Klasse halten.
Seit dem späten Mittwochnachmittag herrscht bei 1860 München Gewissheit: Die finanzielle Lücke von 2,7 Millionen Euro konnte nicht geschlossen werden, die „Löwen“ haben daher keine Lizenz für die kommende Saison in der 3. Liga erhalten. Die Konsequenz ist der Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern. Was für den Traditionsverein ein Desaster ist, ist für zwei andere Klubs eine große Chance.
- 2,7 Millionen Euro: Traditionsklub 1860 München muss absteigen
Denn der finanzielle K.o. der Münchener bedeutet, dass ein sportlich abgestiegener Verein nun doch die Klasse halten wird. Erster Anwärter ist der TSV Havelse, der die Saison auf dem 17. Rang beendet hat. Am Dienstag hatten sich Gerüchte verbreitet, die Niedersachsen könnten auf die unerwartete Chance auf den Klassenerhalt verzichten, da ihnen weiterhin ein drittligataugliches Stadion fehlt und sie finanzielle Kosten scheuen würden.

Am Mittwochabend aber widersprach der Absteiger dieser Darstellung deutlich. „Der TSV Havelse hat für die 3. Liga, die Regionalliga Nord sowie die U19-Nachwuchsliga alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht und vollständig beim DFB bzw. NFV eingereicht und an den jeweiligen Lizenzierungs- und Zulassungsverfahren teilgenommen“, heißt es in einem Statement, das der Klub via Social Media geteilt hat.
Sollte der Bescheid des DFB positiv ausfallen, würde Havelse die Lizenz für die 3. Liga erhalten und plötzlich doch den Klassenerhalt schaffen. Seine Heimspiele würde der Klub dann weiterhin im Eilenriedestadion in Hannover austragen. „Für die vertrauensvolle und unterstützende Zusammenarbeit bedanken wir uns ausdrücklich bei den Verantwortlichen unseres Nachbarn Hannover 96“, schrieb der TSV.
Für Erzgebirge Aue würde sich damit die kurzfristig aufgeflammte Hoffnung auf den Verbleib in der 3. Liga damit zerschlagen. Die Sachsen waren mit einem Punkt weniger direkt hinter Havelse gelandet. Hätte der TSV tatsächlich auf einen Klassenerhalt am Grünen Tisch verzichtet, so wäre Aue der Nachrücker gewesen.
