Die Fifa steht massiv wegen der hohen Ticketpreise in der Kritik, diese liegen in Einzelfällen bei mehr als 30.000 Dollar (26.000 Euro). Mehrere US-Bundesstaaten untersuchen bereits möglichen Ticket-Wucher. Infantino verwies nun in seiner von Beobachtern als „trotzig“ bezeichneten Pressekonferenz in Mexiko-Stadt darauf, dass auch Tickets für 60 Dollar angeboten worden seien. Davon gab es aber nur äußerst wenige.

Zu dem von den USA nicht ins Land gelassenen Schiedsrichter Omar Artan sagte Infantino: „Es ist unglücklich, was dem Schiedsrichter aus Somalia widerfahren ist.“ Offensichtlich mit Blick auf die breite Kritik an dem Fall riet der Schweizer der Öffentlichkeit, „sich zu entspannen“. Es bringe nichts, sich „anzuschreien und zu brüllen“. Infantino verwies zugleich darauf, dass die Fifa den Regierungen der Gastgeberländer nichts vorschreiben könne.

Der Fifa-Chef verteidigte zudem erneut seine enge Beziehung zu Trump. Er sei „sehr froh“ über das „sehr gute Verhältnis“ zum US-Präsidenten. Ohne dessen Engagement und Einbindung „wäre es meiner Meinung nach schlicht unmöglich gewesen, eine WM in den Vereinigten Staaten zu organisieren“.

US-Präsident Donald Trump (li.) und Gianni Infantino, hier im Oval Office im vergangenen Jahr. (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

Nach Gewitter: England gewinnt WM-Generalprobe

England hat seine WM-Generalprobe gegen Costa Rica nach einem heftigen Unwetter in Orlando gewonnen. In dem mit großer Verspätung angepfiffenen Duell war das Team von Trainer Thomas Tuchel die hoch überlegene Mannschaft und gewann am Ende 3:0 (1:0). Declan Rice (9. Minute) und Anthony Gordon per Foulelfmeter (68.) sowie Ollie Watkins (87.) trafen für die Briten gegen den nicht für die WM qualifizierten Gegner aus Mittelamerika. England hatte beste Gelegenheiten für weitere Tore.

Vor dem Anpfiff waren auf Videos und Fotos aus dem Inter&Co Stadium in den sozialen Netzwerken starke Regenfälle und Blitze zu sehen. Während des Spiels kam dann aber die Sonne raus. Tuchel tauschte im Laufe der Partie seine Startelf komplett aus. Nach 63 Minuten war unter anderem für Bayern-Star Harry Kane, Torwart Jordan Pickford und Rice Feierabend, in der 71. Minute gingen dann auch Jude Bellingham, Gordon und Elliot Anderson vom Feld.

England trifft zum WM-Auftakt am Mittwoch nächste Woche auf Kroatien. Weitere Vorrundengegner der Three Lions in der Gruppe L sind Ghana und Panama.

Englands Declan Rice (r.) feiert mit seinem Teamkollegen Anthony Gordon nach einem Tor. (Quelle: John Raoux/AP/dpa/dpa-bilder)

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